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Wenn man Scheiße baut soll man dazu stehen.
Ich habe Scheiße gebaut und ich stehe dazu!

Was ist passiert?

Auf den Fahrzeugrahmen soll ein selbsttragender, federngelagerter Wohnkoffer aufgebaut werden. Als ich dabei war den Koffer zu schweißen, habe ich bemerkt, dass der selbsttragende Rahmen zu schwach dimensioniert ist. Der Rahmen verwindet sich zu stark, bei stärkerem Gelände würde sich der Koffer über Kurz oder Lang selbst zerlegen. Also habe ich den Rahmen komplett demontiert und größtenteils entsorgt.  🙁

Der erste Rahmen war mit Formrohren 80 x 50 x 3 mm und U Profilen 50 x 100 x 50 x 3 mm gefertigt. Das ist zu schwach!

Grund für den schwachen Rahmen war, das Gewicht. Ich hatte irgendwo im Hinterkopf die Möglichkeit das fertige Fahrzeug unter 7,5 Tonnen zu belassen. Man weiß ja nie wie sich die Zeiten ändern. Hat aber nicht funktioniert. 🙁

Ich hätte das Ganze natürlich auch verschweigen und behaupten können, alles Bestens. Irgendwann hätte das aber jemand nachgebaut und hätte meine Lüge bemerkt. Ist nicht meine Art. Habe aus dem Fehler gelernt und hoffe dass das dem einem oder anderem Selbstausbauer hilft.

Der neue Rahmen bekommt Formrohre 120 x 80 x 5 mm und U Profile 50 x 100 x 50 x 5 mm, zusätzlich wird der Rand mit einem Winkel 100 x 100 x 3 mm verstärkt.

Zur Erinnerung, hier der alte (erste) Rahmen.

Das sind die beiden Formrohre, welche oben der Seite entlang verliefen. Man kann schon deutlich sehen, wie sie sich verzogen haben. Dabei habe ich nur einen kleinen Verschränkungstest durchgeführt. Wäre das Seitenblech und die restlichen Formrohre schon verschweißt gewesen, hätte es wahrscheinlich nicht so schlimm ausgesehen, aber irgendwann hätten sich die Auswirkungen des zu schwachen Rahmens sicher bemerkbar gemacht.

Darum zurück zum Start.

Alles wieder demontiert und von Vorne begonnen.


Hier nun Bilder vom neuen selbsttragenden Rahmen, welcher sich nun (hoffentlich) auch selbst trägt. 🙂

Eines der Bleche, welches den selbstragenden Rahmen mit dem Rahmen des Fahrzeuges verbindet, schon mit Rahmenfarbe lackiert.

Der neue Hauptträger wird zum Fahrzeugrahmen ausgerichtet. Der maximale Überhang  ausgemessen und am neuen Rahmen markiert.


Die Magnetbohrmaschine kommt zum Einsatz. Es müssen ein paar Löcher gebohrt werden, damit Schraubenköpfe vom Fahrzeugrahmen darin verschwinden können.

Wer gut schmiert, bohrt gut. 🙂

Fertig.

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