Wichtiger Hinweis!
In diesem Bericht sind eine Menge GPS Daten angegeben. Diese Daten wurden mit einem sehr guten Hand GPS ermittelt.(Garmin 60 CSx). Trotz aller Sorgfalt kann es vorkommen, dass die Daten falsch abgenommen beziehungsweise falsch niedergeschrieben wurden. Aus diesem Grund übernehmen wir keinerlei Haftung für die angegebenen GPS Daten!

Allgemeine Info:
Die angegeben Kosten bei Eintritt beziehen sich auf eine Erwachsene Person. Gebühren für Camping. - Stellplätze beziehen sich auf ein WoMo mit 2 Erwachsenen.

Tag 1
Freitag 15.Mai
Es ist soweit, unsere erste große Tour mit dem WoMo beginnt.
Geplante Abfahrt 15 Uhr. Das klappte nicht ganz. Corinna hatte am Vortag Geburtstag und kurz vor 15 Uhr kamen ein paar sehr gute Freunde zum Gratulieren. Da sie von der geplanten Reise wussten, hielten sie uns aber nicht lange auf.
Um 15 Uhr 30 war es dann soweit. Abfahrt.
Zuerst mal ins Lagerhaus, Gewichtskontrolle. Na schau mal an. 2870 Kg, das sind ja 230 Kg Untergewicht. Auch recht geht's schneller.
Bevor es aber richtig losging mussten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Steyr einlegen. Dort kauften wir noch ein paar Dinge fürs WoMo.
Kurz vor 17 Uhr war es dann endlich soweit, das WoMo hatte Autobahn unter den Rädern. Daran sollte sich die nächsten 1000 Kilometer nichts ändern.
Kurz vor der Grenze bemerke ich, dass ich die Routenbeschreibung zu Hause vergessen hatte. (Hätte mich selbst gewundert, wenn ich alles eingepackt hätte.)
Also ran ans Handy und unsere Tochter Claudia angewiesen, die Datei ins GMX - MediaCenter zu laden. Bei der nächsten Gelegenheit aufs Lepi gespielt, Problem behoben.
Beim Grenzübergang Suben reisten wir nach Deutschland ein.
Über Passau, Regensburg, Nürnberg ging es Richtung Heilbronn. Als Tagesziel hatten wir uns den Autohof in Ansbach vorgenommen. Es gab aufgelockerten Verkehr und so schafften wir es wirklich nach 435 Kilometer um 21 Uhr 20 den Autohof zu erreichen. GPS: N49° 15,764' E010° 35,165'
Mittlerweile hatte es zum regnen angefangen, der die ganze Nacht anhielt und zeitweise sehr heftig war.

Tag 2
Samstag 16.Mai
7 Uhr 30 Aufstehen, Körperpflege und Frühstücken im Autohof. Mehr Sonne als Wolken, schaut nicht schlecht aus.
Frühstücksbuffet, Rühreier mit Schinken, 3 große Kaffee 14,50 Euro. Ein Guter Preis für ein sehr Gutes Frühstück.
8 Uhr 30 eine mittelschwere Katastrophe.
Corinna räumt die Küche ab, ein Messer fällt zu Boden sie will es fangen und verletzt sich dabei schwer am linken Ringfinger. Ein gut 3 cm langer Schnitt tief ins Fleisch am ersten Fingerglied. Das an sich ist ja schon schlimm genug. Dazu kommt, dass sie wegen ihrem Herz stark Blutverdünnende Medikamente nehmen muss.
Eile ist geboten. Das Blut rinnt echt sehr stark. Ich laufe zur Tankstelle hole die Adresse vom Krankenhaus. Beim WoMo zurück sitzt Corinna weinend da. "Warum muss mir das passieren? Unser ganzer Urlaub ist verloren" Blödsinn. Ich beruhige sie erst mal, dann aber ab ins Krankenhaus.
Gut 20 min. später kümmert sich ein Arzt um sie. Während Corinna behandelt wird erledige ich die Formalitäten. Dank EU und ecard geht das ganze recht einfach.
10 Klammern und ein Druckverband sind notwendig um die Wunde zu versorgen.
Vorsorglich wird auch eine Tetanus Spritze verabreicht. Impfpass - natürlich zu Hause. Kommt sofort auf die Packliste.
Mit der Unterweisung wie der Finger weiter behandelt werden muss (Druckverband abnehmen, Verband Wechsel), verlassen wir um 9 Uhr 15 das Krankenhaus.
(GPS: N 49° 19,313' E 010° 33,708')

Wieder rauf auf die Autobahn. Bei Heilbronn stehen wir wegen einer Baustelle 5 Km im Stau. Bis zur französischen Grenze, die wir um 15 Uhr 45 erreichen, macht der Verkehr dann keinerlei Probleme. Während einer Pause ist Corinna schon wieder etwas entspannter.

Besancon
In Besancon ist die Besichtigung der Zitadelle geplant. Dort angekommen versuchen wir einen Parkplatz zu bekommen. Die im Internet eruierten Koordinaten führen uns zu einer weniger schönen Wohnsiedlung. Also auf die Augen verlassen. Wir finden Parkplätze. Aber alle zum bersten voll. Ein Schild (natürlich französisch) irgendwas mit Bus. Kombiniere Busparkplatz. Schild folgen. Nach kurzer Fahrt mussten wir feststellen, dass dieses Schild wohl bedeutet, dass hier kein Bus fahren soll. Es wurde eng, sehr eng. Dann ging es um Kurven, die mit dem WoMo nur zu machen waren, nachdem man den Rückwertsgang bemühte.
Enge Strassen bauen können sie die Franzosen. ;-)
Wieder ein Parkplatz gefunden, wieder voll.
Kurz beraten. Es hat keinen Sinn einen Parkplatz zu suchen, der ewig weit weg von der Zitadelle ist. Corinna kann mit ihrer verletzten Hand nicht Stundenlang gehen.
Radfahren geht auch nicht, also Besichtigung gestrichen. Weiter in Richtung Puy de Dome. Bevor wir aus der Stadt rauskommen erfahren wir auch warum alle Parkplätze voll sind. Ein riesiger Vergnügungspark hat tausende von Besucher angezogen.
Pech für uns.

Wir suchen zum Übernachten einen Routier.
In Vitry en Charollais (GPS: N46° 27,887' E004° 04,714') finden wir einen. Für den Parkplatz werden 10 Euro verrechnet. Dafür darf man die Duschen benützen und bekommt einen Gratis Kaffee.

Tag 3
Sonntag 17.Mai
8 Uhr. Wir wollen die Dusche und den Gratis Kaffee in Anspruch nehmen. Das sieht aber nicht gut aus. Man hat am Vortag vergessen uns zu sagen, dass Sonntags erst um 9 Uhr geöffnet wird. (normalerweise von 5 bis 24 Uhr)


Der geschlossene Routier

Was tun?
Eine Stunde warten bis der Routier aufsperrt, selbst ein Frühstück machen oder ein Stück fahren und dann ein Frühstück kaufen? Corinna will frisches Baguette. Also rein ins WoMo ein Stück fahren.
Wir fahren auf eine Autobahnstation, besorgen uns Baguette und machen uns das Frühstück selbst. Die Sonne lacht vom Himmel es ist warm und ein super Picknickplatz vorhanden. Da wollen wir nicht im Restaurant sitzen.
Echt toller Platz (GPS: N46° 03,595' E003° 06,750')

Super Platz, sehr ruhig, Toiletten sehr sauber. Zu beachten: Zufahrtshöhe 3,3 Meter.

Nach dem Frühstück setzten wir unsere Reise fort.


Unser nächstes Ziel: Puy de Dome Puy de Dome
Der Vulkan Puy de Dom liegt südlich von Clermont - Ferrand. GPS: N45° 46,340' E002°57,914'
Mit seinen 1465 Metern Höhe überragt der von weitem sichtbare Berg die ganze Umgebung.
PKW dürfen den Berg befahren, WoMo müssen unten bleiben. Es gibt aber ausreichend gekennzeichnete Stellplätze. Einer Übernachtung dürfte hier nichts im Wege stehen. Haben keine Schilder bemerkt, welche das untersagen würden. Sicher sehr ruhig. (GPS: N45°46,145' E002°59,081')
Für alle die den Berg nicht zu Fuß erklimmen wollen, gibt es einen Bus Transfer. (Bus Transfer nur Sonntags!)
Kosten 4,20 Euro, rauf und runter. (Oder nur rauf oder nur runter, je nach belieben. Kommt dann billiger :-)

Der Puy de Dome
Stellplätze. Das in der Mitte sind wir.
Hier wird man sein Geld los. Info, Kiosk u. Restaurant.
Sendemast
Eine Kette von Vulkane.
Viel Gegend hier.

Der Wind pfiff hier ganz ordentlich um die Ohren. Wir machten einen Rundgang und nahmen den nächsten Bus nach unten.

Nächstes Ziel ist die nähe von Montignac. Hier wollen wir ein paar Tage bleiben.
Aus dem ACSI Führer suchten wir uns einen Campingplatz.
Bevor wir diesen erreichten brauchte unser WoMo noch Diesel. Bei der vielen Gegend die es hier gibt gar nicht so einfach. In Montignac fanden wir einen Intermache mit Tankstelle. Diese Supermärkte sind sehr zu empfehlen, da hier der Diesel wesentlich billiger ist als an den normalen Tankstellen. Weiters Plus. Tanken fast überall rund um die Uhr mit Visa Karte (mit Pin Code) oder Maestro Karte.(GPS: N45° 03.553' E001° 09.215')

Dann lotste uns unser TomTom zum Campingplatz.
Hätte dieses beharrliche Ding nicht dauern darauf bestanden die Strasse (?!) zu befahren, wir hätten es vermutlich nicht getan. An einer Kreuzung fuhren wir nochmals Rückwärts zu den Schildern, um nachzusehen ob das wirklich stimmt. Wir konnten das nicht glauben. Es stimmte, also weiterfahren. (Wäre echt lustig anzusehen was passiert, wenn hier zwei Wohnwagengespanne aufeinander treffen)

Eine echt lustige Zufahrt.

Über den Campingplatz selbst darf man nichts Schlechtes sagen.
Sehr gepflegt, alle sehr freundlich.
Sprechen gut deutsch. ACSI Nr. 907 (2009) GPS: N45°02,456' E001°07,138'

Wir bekamen einen schönen großen Platz zugewiesen. Unsere Nachbarn sind Holländer, wie fast alle hier. Der Platz ist nicht nur unter holländischer Führung sondern auch fast ausschließlich mit Holländern belegt. Bei einem Rundgang sehen wir ein französisches WoMo und einen deutschen Wohnwagen. Ansonst gibt es hier nur Holländer.

Rezeption, Restaurant, Markt
Unser Stellplatz
Ein Blick über den Fischteich zum Campingplatz
Schwimmbad
Da bei der abendlichen Dusche Corinnas Finger nicht nass werden durfte, griffen wir auf eine Bewährte Methode zurück.
Die "Lümmeltüte"
Hier der Beweis, dass man mit der "Lümmeltüte" nicht nur den Lümmel eintüten kann.