Montenegro 2010 (3)

GPS Daten:

5

Fotos:

117

Videos:

0

Geocaches:

0

20.-23.Juni 2010

Das Wetter nicht so gut. Es gab Gewitter und Regen. Der Nachteil hier unten, sobald es einmal donnert, ist der Strom weg. So hatten wir am Sonntag mehr als 10 Stunden keinen Strom. Auch nicht so schlimm.
Am Montag nahmen wir den Bus und fuhren in die Stadt.

Diese Kirche, sie liegt zwischen ADA und Ulcinj, hat ein Montenegriner, der nach Amerika ausgewandert und dort zu Geld gekommen ist, gesponsert.

Fotos von Ulcinj. Können uns gut vorstellen, dass dieser Strand hier in der Hauptreisezeit zum bersten voll ist.

Als wir zu Mittag essen gingen, haben wir etwas bemerkt. Wenn neben dem Lokal eine Rakete steht, dann gibt es da keinen Alkohol. 🙁

Am Abend fuhren wir mit den Rädern raus zum Fluß, um eines der Fischrestaurants zu testen.
Wenn man hier Fisch bestellt, kommt der Kellner mit einem Tablett angelaufen, zeigt einem den Fisch, erklärt ihn und nachdem man gewählt hat, wird er zubereitet.

Diese Fische standen zur Auswahl.

Dieser hatte das große Los gezogen, den verspeisen wir. 🙂

So sah er aus als ihn der Kellner brachte, und ihn uns auf dem Teller servierte. Sehr, sehr gut.

Wir radelten auch mal Richtung Ulcinj, es war aber so heiß, das wir bei einem Geschäft halt machten, einkauften und wieder zurück fuhren.

24.Juni 2010

Wir machten wieder einen Ausflug mit dem Bus.
Diesmal ging es zum Skutari See und zum Šhas See

Wie gewohnt, holte uns der Bus um 9 Uhr vorm Campingplatz ab. Mit von der Partie waren noch 3 deutsche Ehepaare.
Den ersten Stop gab es beim Restaurant Panorama.

Als Geschenk vom Wirt gab es gleich mal einen Schnaps. Ist ja auch schon halb 10.
Da geht schon einer. 🙂

Im Bild befüllt der Wirt gerade eine Weinflasche, die wir uns gekauft haben. Danach ging es weiter zum Pass Stegavaš. Von hier konnte man bis ADA sehen. Auf der anderen Seite zeigte sich schon der Skutari See.

Hier oben konnte man auch jede Menge kleine und große Tiere sehen.

Große Tiere (Gemeint sind hier die Hornträger)

Bevor wir aber den See erreichten mussten wir noch eine Weile fahren. Wir waren jetzt auf der sogenannten Klosterroute.
Diese schlängelt sich den Hang entlang und verschwindet auch für ein längeres Stück im Landesinneren sodass wir den See aus den Augen verloren.

Das ist nicht weiter schlimm. Gibt es auch im Landesinneren viele Schönheiten zu entdecken.

Die Leute hier leben vom Anbau von Tabak und von Eßkastanie (Maroni) Diese Bäume sind echt sehenswert. Riesige alte Bäume. Wenn man sie genauer betrachtet muss man sich wundern, das sie überhaupt noch leben.
Die Frauen haben versucht einen dieser Bäume zu umarmen. Zu viert schafften sie es nicht. Ein Mann musste mithelfen, dass es gelang.

Mladen verhandelt mit den Bootsbesitzern wegen der Überfahrt auf die Klosterinsel.

Kurze Zeit später saßen wir in den Booten und es begann die Fahrt über den Spiegelgatten See zur Klosterinsel der Nonnen.

Als die Boote bei der Insel anlegten, erwartete uns schon eine schöne Würfelnatter. Obwohl ungiftig und für einen Menschen völlig harmlos, hatten die Frauen damit keine Freude.

Auf der Insel sahen wir zwei Kirchen und hatten das Glück, dass eine Nonne zu uns kam und uns wissenswertes über die Klosterinseln erzählte.

Nach der Besichtigung ging es wieder zurück auf´s Festland. War eine lustige Bootsfahrt. Die Boote hatten nämlich ein paar Löcher. Unser Boot hatte so viele Löcher, dass das Wasser auch wieder ausrinnen konnte. 🙂 Die im zweiten Boot hatten nicht soviel Glück 🙂 Da musste das Wasser raus geschöpft werden.

Wasserschöpfen ist angesagt. 🙂

Doch bevor wir das Festland erreichten, ging dem andern Boot das Benzin aus. 🙂
Ist aber kein Problem. Die Boote wurden mit einer Kette zusammen gehängt und wir gelangten sicher zum Ufer, ohne ein Boot zu verlieren. (Überfahrt 10 Euro pro Boot)

Am Ufer erst mal was trinken.

Ein neuer "Fresstempel"

Nach einer kurzen Erfrischung ging es dieselbe Strecke zurück.

Unser nächstes Ziel war der Šhas See (spricht sich Schas See).
Dieser kleine See hat es ganz schön in sich. Er steigt bis zu 6 Meter über sein normales Niveau!
Das ist aber nicht der Grund warum wir ihn besuchen. Hier gibt es besonders gutes Essen. 🙂

Der Šhas See
Die Arche Noah

Die Arche Noah ist eine Fähre zum anderen Seeufer. Die Fähre war aber außer Betrieb, da der Wasserstand des Sees zu hoch war. Man hätte 30 Meter übers Wasser laufen müssen um sie zu erreichen.
Nachdem wir den See besichtigt hatten, gingen wir ins Restaurant Šhasi. Der eigentliche Grund, warum wir hier hergefahren sind. Ein überaus gemütliches, im albanischen Stil, eingerichtetes Restaurant.

Gegen 19 Uhr erreichten wir wieder den Campingplatz. Diese 30 Euro (pro Person) für die Fahrt waren jeden Cent wert.

26. – 27.Juni 2010
Ein langer Badetag geht zu Ende. Was machen wir jetzt.
Wir gehen wieder Essen. Wohin?

Dahin! Pizza essen. 🙂

Aus dem Pizzaessen wurde nichts. 🙁 Diese Pizzeria können wir nicht empfehlen. 🙁

Kein Mensch spricht deutsch, auch mit englisch klappte das Ganze nicht. Wir mussten dem Kellner mit Zeichensprache erklären, dass wir essen wollen.
Er brachte uns zwar die Speisekarte, die war nur in der Landessprache vorhanden, machte dann aber keine Anstalten mehr um uns nach unseren Wünschen zu fragen.
Also haben wir ausgetrunken und sind wieder zum Nachbarn gegangen, wo wir schon mal köstlich gespeist haben.
Wir wurden auch diesmal nicht enttäuscht.

Pfeffersteak vom feinsten. 🙂

Hier im “Kod Ranka” haben wir ein paar mal gegessen und wurden immer ausgezeichnet bewirtet. Die Besitzerin war jahrelang in Deutschland Köchin und spricht besser deutsch als so mancher deutsche. 🙂

Wir gingen aber nicht nur essen. Habe auch selbst gekocht.

Die Nacht der Schakale.

Voriges Jahr waren wir auf Pesjenac wo wir den Schakalen, für die die Halbinsel bekannt ist, beim heulen zuhören wollten.
Das wurde nichts. Kein Schakal. Kein Geheul. 🙁
Hier lief uns schon einer über den Weg. Das Tier war aber so scheu, dass es verschwand bevor ich den Fotoapparat auch nur in der Hand hatte.
Aber in der Nacht, da zeigten sie dass sie anwesend sind. Ab 22 Uhr waren sie zu hören, nur vereinzelt und nicht sonderlich laut. Aber letzte Nacht, die Säufersonne stand in voller Pracht am Himmel, ging es kurz nach Mitternacht los.
So ein Geheule hatten wir bisher noch nie gehört. Alles war Still. Kein einziger Hund bellte, kein Frosch und kein Vogel war zu hören, nur die Schakale heulten schauerlich. Nicht lange, vielleicht 2 Minuten, dann war wieder alles Still.
Kurz darauf waren auch wieder die Hunde und Frösche zu hören.
Ab sofort lag das Handy griffbereit, vielleicht schaffen wir es so ein “Konzert” aufzunehmen.

28.Juni 2010

Lange verweilten wir auf ADA. Es war hier wunderschön, aber es war Zeit weiterzureisen.
Zeitig in der früh verließen wir den Platz. Noch kurz im Supermarkt einkaufen, dann geht es auf die sogenannte “Klosterroute”.
Bevor wir am Stegvas Pass ankamen, machten wir beim Restaurant “Panorama” halt um einen Kaffe zu trinken und uns mit Wein und Schnaps einzudecken.

Mitten im Kastanienwald blieben wir stehen und machten Rast.
Nach der Jause sahen wir uns etwas um und entdeckten einen Maulbeerbaum. 🙂 Das Dessert war gesichert. Natürlich waren da wieder so viele Früchte am Baum, dass wir sie nicht alle vernaschen konnten. Schnell überlegt, dann zwei Gläser gereinigt, mit Früchten und mit Schnaps gefüllt. Dessert für später 🙂

Ein letzter Blick auf die Klosterinsel

Es war wenig Verkehr und wir hatten Glück immer eine Ausweichstelle in der Nähe zu haben, als uns ein Auto begegnete.
Aber kurz vor Ende der Klosterroute kam uns ein LKW mit Tieren beladen entgegen. Da halfen die ganzen Ausweichstellen nichts. Wir beide hatten einfach nicht Platz nebeneinander.
Ich musste mehrere hundert Meter bergauf zurückschieben bevor eine geeignete Stelle gefunden war.
Ich hatte die Arbeit mit dem zurückschieben und Corinna, immer den Abgrund neben ihr, kam ins Schwitzen. Sie sagte während der ganzen Aktion kein einziges Wort. 🙂

Bald war es geschafft. Auf dem Foto sieht man schon das Ende des Skutari Sees mit der Straßen- und Eisenbahnbrücke.

Sowie wir die Ortschaft Virpaza erreichten sahen wir auch schon das berühmte Hotel Pelikan. Vorbeifahren kann man da nicht, außer man fährt den Besitzer tot. 🙂 Dieser stand mitten auf der Straße, stoppte jedes Fahrzeug und drückte den Insassen ein Prospekt von seinem Hotel in die Hand. Wir wollten hier ja sowieso halten, da war es für ihn ein leichtes uns zur Einkehr zu überreden.

Er führte uns auf den Parkplatz und anschießend gleich in sein Hotel.

Das berühmte Hotel Pelikan

Auf der Terrasse angekommen gab er uns mit den Worten “Österreicher vereinigt euch” zwei Stühle an einem Tisch, wo ein älteres Paar saß.
Innsbrucker, die aus Niederösterreich stammten. Mehr als eine Stunde saßen wir beisammen.
Als wir nach dem Essen gehen wollten fing uns der Hotelier nochmals ab um uns sein Museum zu zeigen. Wir wurden die Stufen hoch bis unter das Dach geführt, wo uns eine stattliche Ansammlung von allerlei Gebrauchsgegenständen aus der Vergangenheit gezeigt und erklärt wurde.

Nach der Führung gab es für Corinna ein Säckchen wohlriechender Kräuter und eine Basilikum Pflanze.
Wenn man bedenkt, dass unsere Zeche weniger als 10 Euro ausmachte, eine überaus nette Geste.
Zwei Geocache, einer lag unweit vom Hotel Pelikan ein anderer auf der Strecke, mussten wir liegen lassen. Sie lagen in einem wahren Schlangenparadies und einen Biß wollten wir nicht riskieren.
Wir kamen gut voran und wir erreichten unser Ziel, das Kloster Ostrong, am späten Nachmittag.

Das Kloster von der Ferne.

Als wir das Bild machten, hatten wir aber noch fast eine Stunde zu fahren.
Das letzte Stück Straße zum Kloster, ist die schlechteste die wir bis jetzt unter den Rädern hatten. Stellenweise war Schritttempo zu schnell.

Unterhalb vom Kloster ist ein großer Parkplatz, hier stand ein deutsches WoMo. Ich fragte den Fahrer ob man noch weiter hoch fahren kann. Kann man sagte er. Da hoch ist die Straße ganz neu.
Damit hatte er vollkommen recht, die Straße war neu. Aber die Kehren waren so eng, das ich die meisten Kehren nicht schaffte ohne zu reversieren. 🙁 Hätte ich die Möglichkeit gehabt zu wenden, ich hätte es getan. Die Kurven wurden immer enger, echt arg. Haben es aber trotzdem geschafft. Kurze Zeit später standen wir vor dem Kloster.

Bilder vom Kloster

Ist schon beeindruckend dieses Bauwerk. Nicht sehr groß, aber wie es in den Felsen gebaut wurde, ist schon bemerkenswert. Leider ist im Kloster das Fotografieren verboten. Nicht das ich mir sehr viel aus solchen Verboten mache, aber hier waren mehr Videokameras als im Kunsthistorischem Museum zu sehen.

Nach der eher kurzen, kostenlosen Besichtigung hatten wir das “Programm” das wir uns für Monte vorgenommen hatten abgeschlossen.

Gegen 18 Uhr fuhren wir Richtung Bosnien und Herzegowina.
Ein Campingplatz wäre angesagt. Auf der Karte ist keiner eingezeichnet, das Navi hat auch keinen auf Lager. Wir fahren weiter. Ein wunderschöner See liegt zu unserer linken. Hier sollte es doch einen Campingplatz geben. Eine Polizeikontrolle. Wir sind wahrscheinlich die einzigen die freiwillig stehen bleiben. Auf englisch frage ich den Polizisten um einen Campingplatz. Hier gibt es keinen. Wer hätte das gedacht, so schön und kein Campingplatz.
Da fragt mich der Polizist, warum ich einen Campingplatz will. Er breitet die Arme aus und sagt, Montenegro ist ein freies Land. Hier darf man stehen bleiben wo man will. Da war ich aber etwas verstört. Ist doch im Internet genau das Gegenteil zu lesen. Ich frage nach. Ist richtig. Camping ist frei. Nur auf Privatem Gelände darf man nicht stehen bleiben.
Na das ist super. Ein schöner See und freies Stehen erlaubt. 🙂
Sofort wird eine Zufahrt gesucht. Nicht einfach. Als ein Weg gefunden war, ging ich zu Fuß erst mal mehrere hundert Meter runter, bis ich eine Wendemöglichkeit gefunden hatte. Dann holte ich das WoMo, stellte es da ab und ging wieder ein Stück. So wollte ich verhindern, dass ich den ganzen schmalen Pfad wieder retour hoch musste.

Schmal und verwachsen, die Zufahrt zum See. Der Weg wurde aber noch schlechter. 🙂

Für alle die es nicht mögen, dass die Botanik das WoMo streichelt, sollten es lieber lassen. Eine halbe Stunde und einer verbogenen Antenne später hatten wir einen schönen Platz und einen ganzen See für uns alleine.

Als wir das WoMo nach mehrmaligen Wenden abgestellt hatten, warf ich mich gleich mal in die Fluten.

100 Meter über uns eine Geisterstadt. Von mehr als 20 Häusern sind nur mehr 3 bewohnt. Die “Straße” die nahe zum See führt, war die alte Straße. Die neue liegt ein ganzes Stück höher.

Unser Platz, schön versteckt.

29.Juni 2010

Das Konzert der Frösche weckte uns am Morgen, kurzes Frühstück und wir setzten uns wieder in Bewegung.

Auf unserer Fahrt sahen wir auch immer wieder Kriegerdenkmäler, stille Zeugen der blutigen Vergangenheit.

 

Zeitig erreichten wir die Grenze zu Bosnien und Herzegowina. Die Aus.- bzw. die Einreise ging überraschend schnell. Keine 10 Minuten und wir waren in Bosnien.

An einer Kreuzung ein Wegweiser Richtung Mostar. Ich frage Corinna ob wir uns die Brücke ansehen wollen. Ja wollen wir. Ich hatte keine Zeit mehr den Blinker einzuschalten. Am Lenkrad gekurbelt und schon hatten wir ein neues Ziel.
4 Stunden kurvten wir herum. Unser Navi klebte an der Scheibe und hatte keine Ahnung wo wir sind. Somit waren wir drei ahnungslose. Die Auswahl der Straßen war aber nicht groß, so schafften wir es um 11 Uhr in Mostar einzutreffen. Parkplatz war schnell gefunden.
Wir besichtigten die Brücke und den Ort. Hätte man da nicht ein Vermögen investiert um diese Brücke wieder aufzubauen, keiner würde diesen Ort kennen.

Überall sieht man noch die vom Krieg zerschossenen Häuser.

Im Ort selbst entdeckten wir nichts Sehenswertes.

Nach dem Mittagessen kauften wir uns ein Eis und verließen die Stadt. Wir waren nicht lange unterwegs, als wir die Tabletten gegen Durchfall brauchten. 🙁
Das gefiel uns nicht.
Wir hatten eigentlich kein Ziel. Corinna meinte eine Pizza würde ihr schmecken. Wir wissen wo es gute Pizza gibt. Navi, arbeiten. Der Weg war schnell berechnet. Mehr als 600 Kilometer waren zu fahren. Also Gas geben. Von Mostar aus fuhren wir nicht bis zur kroatischen Küste sondern ein Stück neben dem Neretva und dann Parallel zur Küstenstraße bis zur Autobahn.
Um 20 Uhr 30 hatten wir unser Ziel erreicht. Den FKK Campingplatz Istra in Funtana.

FKK Camping Istra Funtana
Einen Platz am Meer ausgesucht, abgestellt, duschen und ab zum Toni. Zur besten Pizza Istriens. 🙂
Als wir ihm erzählten, dass wir zu Mittag noch in Mostar waren und wegen seiner Pizza hier her gefahren sind, gab es zwei extra Schnaps. 🙂

Auf diesem Platz blieben wir noch bis zum 2.Juli. Die Tage verbrachten wir mit relaxen und Pizzaessen.

Zum Schluss noch ein paar Bilder, die man so schießt.

Unser “Campinghund”, wir fütterten ihn 12 Tage auf ADA. Ganz sicher werden wir ihm fehlen. Er hat uns auch gefehlt.

Schlangen sind hier allgegenwärtig. Leute mit Schlangenphobie sollten nicht nach Monte fahren.

Schildkröten findet man überall. Am Campingplatz, neben und auf der Straße.

Was trieb die Schnecken dazu den Straßenpfosten zu erklimmen? War es ein Wettlauf? Nun ruhen sie sich aus. Wir werden es nie erfahren.

Und was will und das Bild sagen? Ein behinderter Jäger? Einer, der alle erschießt die sich auf seinen Behindertenparkplatz stellen?

Hier die Kurzfassung der Reise.

In den 24 Tagen, die wir unterwegs waren, haben wir 3551 Kilometer zurückgelegt und dabei 5 Länder bereist. Bis auf 2 Ausnahmen sind wir nur kurze Tagesetappen gefahren. Wir wurden 2 mal von der Polizei kontrolliert. Einmal in Kroatien und einmal in Montenegro. Die Beamten waren sehr höflich und ließen uns nach einem kurzen Blick in den Pass wieder weiterfahren.

An den Grenzen gab es keine nennenswerten Wartezeiten. Meistens standen wir auf Campingplätzen. In Österreich und Montenegro standen wir auch frei.

Montenegro
Montenegro ist ein sehr schönes Land. Die Menschen sind überaus freundlich und hilfsbereit. Wir hatten nie ein unsicheres Gefühl. Die Küche ist ausgezeichnet und sehr günstig. Das Einkaufen im Supermarkt macht hier noch Spaß. Es wird vielerorts deutsch gesprochen. Wenn deutsch nicht geht, dann geht englisch. Sollte das auch nicht klappen, dann wird jemand gesucht, der deutsch oder englisch spricht. Diese Situation hatten wir mal in einem Lokal. Die Speisekarte war nur in der Landessprache. Der Kellner konnte uns die Karte nicht übersetzen. So wurde kurzerhand ein Gast herbeigeholt, der deutsch sprach und uns die Karte übersetzte.

Im Internet liest man immer, dass der Fahrstil der Montenegriner sehr schlecht sei. Diese Erfahrung haben wir nicht gemacht. Wir sahen zwar ein paar riskante Überholmanöver, würden aber nicht sagen, dass diese in Montenegro vermehrt zu sehen sind. Die Straßen sind bei weitem besser als in so manchen Bericht geschrieben. Wir hatten in Frankreich weit schlechtere (Neben)straßen unter den Rädern als in Montenegro. Die Hauptstraßen sind durchwegs gut bis sehr gut zu befahren.

Müll findet man hier leider noch in den Gräben neben der Straße. Die Situation ist vergleichbar wie bei uns in den 1960ger oder 1970ger Jahren. Am Strand (von ADA) war es aber sehr sauber und es wurde auch jeden morgen gereinigt. Das selbe gilt auch für die WC und Sanitäranlagen. Diese entspreche auch in etwa den 1970ger Jahren. Ob der WC Sitz 5 Jahre oder 20 Jahre alt ist, hat uns nicht gestört. Sie waren sauber und das zählte.

Für manche mag es etwas nachteilig sein, dass nach einem Gewitter für längere Zeit kein Strom vorhanden ist. Wir hatten es drei mal erlebt, dass nach einem Gewitter (zwei davon waren nicht einmal in unserer Nähe) der Strom bis zu 12 Stunden weg war. Mit einem autarkem Wohnmobil ist das aber nicht weiter schlimm.

Albanien
Viel können wir über Albanien nicht berichten. Die Zeit scheint hier vor noch längerer Zeit stehen geblieben zu sein. Es gibt noch mehr Müll und wesentlich ärmere Menschen. Die Menschen sind auch hier außerordentlich nett und freundlich. Essen und trinken ist hier noch günstiger wie in Montenegro.

Bosnien und Herzegowina

Einen Tag verbrachten wir auch in Bosnien. Wir besichtigten die Brücke von Mostar.
Was uns hier nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass wir nach dem Konsum von Eis und Wasser die Medikamente gegen Durchfall brauchten.