Korsika 2011 (2)

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Montag 6. Juni 2011
Beim aufräumen des WoMo’s fand ich eine Dose Start Pilot. Das Ding kann uns sicher nützlich werden. Als wir zu Mittag das Fahrzeug starteten sprang der Motor dank Start Pilot relativ leicht an.
Um 14 Uhr waren wir in der Werkstatt. Der Starter ist eingetroffen. Sofort wird er ausgepackt und ich bekomme einen Schreck.
Dieser passt sicher nicht. Der Starter ist zu klein, der gehört für einen 2 Liter Motor. Der Mechaniker will es nicht glauben und baut unseren aus. Tatsächlich er passt nicht. 🙁
Mit der Sekretärin als Dolmetsch möchte ich wissen ob er diesen nicht reparieren kann oder ob er einen alten Starter hat.
Reparieren geht nicht, einen alten vielleicht. Er sucht und findet wirklich 3 alte Starter. Ein Magnetschalter nach dem anderen wird abgebaut, aber keiner passt Er sucht weiter und findet noch einen. Magnetschalter runter und Jubel er passt! Rauf auf den Starter und getestet. Schei.. , das Ding ist kaputt. Soviel Pech gibt es doch nicht. Vier Magnetschalter einer davon passt und gerade der ist kaputt. Eine weitere Suche verläuft ergebnislos, es gibt keinen Starter mehr.
Die Sekretärin mein sie könne nochmals einen bestellen. Das wollten wir nicht. Wir wollen nicht noch mal zwei Tage warten. Im Internet suchten wir nach einer Fiat Werkstatt. Es lag aber keine auf der Strecke und zurückfahren wollten wir auch nicht mehr.
Das Starten mit dem Start Pilot geht einigermaßen, also fahren wir so weiter.

Die Werkstatt konnte uns nicht helfen.

Heute wollten wir nicht mehr nach Bonifacio fahren, darum gingen wir einkaufen, vergönnten uns anschließend ein Eis und fuhren dann zurück auf den CP D Agilio.

Dort wurde zuerst ein ausgiebiges Essen im *Dutch oven bereitet und dann wieder der Urlaub genossen.

Rinderfilet mit Pfeffersauce, Gemüse und grüner Salat.

So lässt sich’s leben.

Dienstag 7. Juni 2011
Wir fuhren weiter Richtung Süden.
Bei einem schönen Aussichtspunkt vertraten wir uns die Beine. 

Bonifacio war bald erreicht.
Wir suchten uns einen Parkplatz und marschierten zum Hafen.
Ein kleiner Bummelzug brachte uns den Berg hoch in die Stadt, die wir ausgiebig besichtigten.

Seht euch mal diese Stiegen an. Fast jedes Haus hat so einen Zugang.

Ich habe eine Stiege gefunden, mit der Corinna wieder ihre Freude hatte. 🙂

Für 2 Euro durften die 190 Stufen (je Richtung) bezwungen werden. Die Worte die Corinna für mich gefunden hat, will ich hier gar nicht wiedergeben. 🙂

Am Fuße der Treppe gab es einen schmalen Weg.

Corinna ist nicht wirklich begeistert von schmalen Pfaden, schon gar nicht wenn diese mehrere Meter über dem nichts verlaufen. Darum lugt sie mal vorsichtig ums Eck, wie weit es noch ist. Gleich geschafft. Der Pfad führt zu einem Felseinschnitt und endet da.

Wieder zurück und die Treppe hoch. Die Sonne meinte es gut und ließ uns anständig schwitzen.
Oben angekommen gingen wir in den nächsten Gastgarten um unseren Durst zu löschen.
Als wir der Kellnerin, die mit den Speisekarten kam, zu verstehen gaben, das wir nur was trinken wollten, fing sie an zu schimpfen. “This is a restaurant, not a pub, go away” Na bei so einem herzlichen Willkommen, geht man doch gerne weiter. (Anmerkung: Wir waren die einzigen Gäste im Gastgarten!)

Aber die Korsen machen Fortschritte. Sie sprechen schon englisch und da sie auch englisch verstand, sagte ich ihr zum Abschied “kiss my ass” worauf sie fast explodierte und ihr englisch nicht mehr reichte um mich zu beschimpfen. 🙂
Wir marschierten weiter durch enge Gassen und ließen und dann in einer Pizzeria nieder, vor der ein paar Musiker ihr bestes gaben.
Die duftenden Pizzen um uns herum ließen auch bei uns Hunger aufkommen und wir bestellten uns auch eine Pizza, die vorzüglich schmeckte.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, wanderten wir ein Stück in Richtung Leuchtturm.
Von da konnte man schön sehen, wie die Stadt bis zum Rand des Felsens gebaut wurde.

Im Hafen angekommen sahen wir ein Boot, das eben dabei war abzulegen um eine Rundfahrt zu starten. Wir wollten mit. Schnell ein Ticket gekauft (17,5 Euro pro Person) und schon ging es den Hafen hinaus zu einer Grotte, die mit dem Boot befahrbar ist.

Im Hafen war es schön warm und windstill, als wir aber den Hafen verließen änderte sich das.
Eine steife Briese sorgte für rund 70 cm hohe Wellen. Der Wind sorgte auch dafür, dass die Gischt vom Bug des Bootes gleichmäßig über die Passagiere verteilt wurde. Nach 10 Minuten waren die meisten bis auf die Haut Naß.
Bei der Grotte mussten wir kurz warten, ein anderes Ausflugsboot musste zuerst die Grotte verlassen.
Damit das Boot nicht von der Strömung gegen den Felsen gedrückt wird, muss mit hohem Tempo in die Grotte rein – und rausgefahren werden. In der Grotte sieht man nicht viel. Nur Felsen der nach oben offen ist, so das man den Himmel sieht. Es ist aber trotzdem beeindruckend, was die Natur hier geschaffen hat.

Nach der Grotte fuhren wir der Küste einlang umrundeten eine kleine Insel und es ging wieder Richtung Bonifacio.
Vorbei an der Hafeneinfahrt sahen wir zuerst eine alte Geschützstellung vom Krieg. Mit dieser und etlichen anderen, welche sich in der Hafeneinfahrt befinden, wurde die Stadt verteidigt.

Nach der Bootsfahrt beratschlagten wir wie es weitergehen soll.
Corinna hatte ein ungutes Gefühl wegen dem Starter und es wäre ihr lieber, wenn wir uns einen Campingplatz nicht allzu weit weg von Bastia suchen würden.
Als befragten wir das Navi und unsere Campingführer und wählten schließlich den FKK Platz Bagheera, gut 60 Km vor Bastia.
In Porto Veccio machten wir einen Stop und schlenderten durch einen Einkaufstempel.
Am frühen Abend erreichten wir Bagheera.

Wir sollten uns einen Platz suchen und uns morgen anmelden, so die Dame an der Rezeption.
Wenig später standen wir an der Küstenlinie, machten uns Abendessen und gingen Baden.

CP Bagheera

Samstag 11. Juni 2011
Jetzt sitzen wir hier schon drei Tage herum. Essen, baden, ein Bier trinken, essen, baden,…. das wird auf die Dauer langweilig.
Kaputter Starter hin, kaputter Starter her. Wir wollen uns wieder bewegen. Ein Blick in den Reiseführer und es ist beschlossen. Wir fahren nach Corte.
In Corte angekommen fanden wir einen kostenlosen Parkplatz in einer Nebenstraße. Als wir der Straße folgten, gab es für Corinna gleich eine Prüfung 🙂 Eine Hängebrücke. Sie haßt diese schwankenden Dinger.

Nachdem ich mir verkniffen habe auf der Brücke zu hüpfen hielt sich das Schwanken in Grenzen.
Aber das nächste Hindernis folgte sofort. STIEGEN!

Aber der Mensch gewöhnt sich an alles und so wurde auch nicht mehr gemurrt. 🙂

Zuerst besuchten wir das Museum in der Zitadelle. Ein Audioguide erklärte uns die einzelnen Stationen und die Geschichte von Korsika.
Leider ist das Fotografieren hier streng verboten. Selbst anschauen, lohnt sich.
Beim Museumseintrit ist auch der Besuch der Zitadelle inkludiert. Da darf man fotografieren. 🙂

Natürlich gibt es auch hier Stiegen und das nicht zu knapp.
Der Audioguide erklärt die Räumlichkeiten.

Nicht jede Räumlichkeit bedarf einer Erklärung. Eindeutig ein Plumsklo.
An den Spuren erkennt man, das dieses erst vor nicht all zu langer Zeit benutz wurde.

Nach der Besichtigung war wieder einmal Essen angesagt. Ganz hinten unter dem linken Schirm kann man sehr gut essen. Aber wahrscheinlich nicht nur dort. 🙂
Können das Restaurant empfehlen. Sehr gute Korsische Küche, freundliches Personal und sogar mehrsprachige Speisekarte.

Gleich erreichen wir das Restaurant, welches wir von der Zitadelle aus gesehen haben. Jetzt sehen wir die Zitadelle von der anderen Seite.

Nach dem Essen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, fanden freies W-Lan nutzen die Gelegenheit Emails zu checken und einen Kaffee zu trinken. Als sich ein Gewitter ankündigte gingen wir zum WoMo zurück.

Kurz nach Corte überholte uns die Polizei mit Blaulicht, wenig später die Rettung. Das verhieß nichts Gutes. Als dann auch noch die Feuerwehr kam war es klar. Ein Unfall. Nach ein paar Kilometer standen wir auch schon im Stau.
Die Straße war für mehr als 2 Stunden gesperrt und wir mussten die Sperre abwarten. 🙁