Frankreich 2009 (2)

GPS Daten:

16

Fotos:

129

Geocaches:

2

Mittwoch 20. Mai 2009
Frühstück um 8 Uhr. Heute wollen wir diverse Burgen und Wehranlagen besichtigen, die wir gestern beim Nachhauseweg gesehen hatten.

Maison Forte de Reignac
Das Felsenschloss 

Umweit von unserem Campingplatz befand sich ein Felsenschloss.
Das von außen unscheinbare Schloss hat im inneren sehr viel zu bieten. Es ist in einem sehr gutem Zustand, mit Möbeln aus der Zeit eingerichtet und das einzige Bauwerk dieser Art in Frankreich.

Es ist das versteckteste Schloss das wir bis jetzt gesehen haben.
Dieses in den Felsen gebaute Schloss ist wesentlich größer als es von außen den Anschein hat.
Von außen sieht man nur eine kleine unscheinbare Fassade, hinter dieser befinden sich aber im Abri eingebaut Säle, ein Salon, eine Küche, Schlafzimmer, eine Kapelle, einen Kerker, ein Keller sowie diverse andere Räumlichkeiten.
Man durfte alle Räume betreten und fotografieren wurde uns bei der Kassa ausdrücklich erlaubt. Das findet man bei solchen Objekten eher selten.
Gezeigt wurde neben Urgeschichtlichen Fundstücken auch das Leben der Bewohner. Viele der hier ausgestellten Gegenstände wurden in der näheren Umgebung gefunden. Es waren sogar die Feuerstellen beheizt, so dass man das „Wohnklima“ richtig spüren konnte.
Alle Räume sind voll ausgestattet und zugänglich.

Nach dem Felsenschloss fuhren wir weiter nach Beynac-Et-Cazenac.
Hier steht eine große Burg, das nächste Objekt unserer Begierde.

Burg Beynac
Wie bei allen Sehenswürdigkeiten gab es auch hier einen Stellplatz für WoMo.
Der Parkplatz ist Kostenpflichtig. Ab 2 Euro ist man dabei (1 Stunde), für 4 Euro darf man den ganzen Tag stehenbleiben.
Vom Parkplatz aus sind es nur ein paar Gehminuten zur Burg.
Außer der Architektur hatte das Schloss aber nicht viel zu bieten.
Es sind so gut wie keine Gegenstände ausgestellt. Abgesehen von einem Raum war nur der Rittersaal einigermaßen eingerichtet.

Nach der weniger interessanten Burg besichtigten wir noch die Ortschaft. Das dauerte aber nicht allzu lange, da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.
Nicht etwa das es zum Regnen angefangen hätte, nein das Gegenteil war der Fall.
Es war so unsagbar Heiß (38°) das wie es vorzogen einen Supermarkt zu besuchen und anschließend zurück zum Campingplatz fuhren.

Am Abend tranken wir mit unseren deutschen Nachbarn, Klaus und Anne, ein Gläschen Wein, bevor wir alles in unserm WoMo verstauten und uns wieder abreisefertig machten.
In der Nacht gab es ein kurzes Gewitter, das etwas regen brachte.

Donnerstag 21. Mai 2009
Abreise. Ein Standortwechsel ist angesagt.

Noch ein paar Worte zum Campingplatz La Castillonderie.
Diesen Platz kann man mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen.
Für einen (längeren) Urlaub würden wir ihn nicht vorschlagen, aber für ein paar Tage als Ausgangspunkt für diverse Unternehmungen ist dieser bestens geeignet.
Die Besitzer sind sehr freundlich, der Platz sehr gut gepflegt.
Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, Wasser und Stromanschlüsse reichlich vorhanden.
Und der Platz ist ruhig, sehr ruhig.
Sollten wir nochmals in die Gegend kommen, werden wir ihn wieder aufsuchen.

Nach dem Frühstück fuhren wir ab Richtung Paulhiac.
Auf dem weg dorthin gab unser TomTom Alarm. Ein Geocache liegt näher als 400 Meter zur Strasse.
Den holen wir uns. So einfach war es dann aber doch nicht. Der Kerl lag mitten im Wald und da ging es ziemlich steil nach oben.
Super, in der Früh neue Klamotten und jetzt werden sie so richtig durchgeschwitzt.
Was macht man nicht alles für sein Hobby. Kurz gesucht, gefunden und wieder zurück zum WoMo. Noch vor Mittag treffen wir in Paulhiac ein.
Der (FKK)Platz liegt mitten im Wald und ist schön angelegt.

Da ich hier an einem internationalen Meeting der INF-FNI teilnehme, werden wir hier bis Sonntag bleiben.

Das interföderale Treffen war zwar bis Sonntag 14 Uhr angesetzt, da aber alle für Österreich relevanten Themen erledigt waren, konnten wir schon Sonntag nach dem Frühstück abreisen.

Sonntag 24. Mai 2009
Bei herrlichem Wetter steuerten wir unser nächstes Ziel an. Bevor wir aber dieses erreichen, gab es ein kleines Hoppala. Auf einer schmalen Strasse kam uns ein englischer Lieferwagen entgegen. Als wir aneinander vorbei fuhren, kam es zum Kontakt. Dies hatte zur Folge, dass unser Außenspiegel zum Innenspiegel wurde. 🙂 Mit einem lauten Knall zerbarst dieser und flog in unzähligen Stücken in das Fahrerhaus. Der Engländer hatte keine Zeit um stehen zu bleiben. 🙁 Also klebte ich ein großes Stück Spiegelscherbe mit Klebeband fest und setzten dann unsere Reise fort.

Saint Emilion
Saint Emilion ist eine wunderschöne alte Weinstadt kurz vor Bordeaux. 
Die Gassen sind schmal, eng und steil.
Fast die ganze Innenstadt ist Fußgängerzone. Fahren mit einem Auto kann man sich hier sowieso kaum vorstellen.
Es gibt unzählige Geschäfte, die alles rund um den Wein anbieten. Hier bekommt man vom Weinstock bis zum Korkenzieher alles was die Brieftasche hergibt.
Die günstigste Flasche Wein haben wir um 13 Euro gesehen. Wer hier einkaufen möchte, sollte nicht kleinlich sein.

Stellplätze für WoMo haben wir keine gefunden.
Wir hatten Glück an einem Randstreifen kurz vor der Ortseinfahrt Platz zu finden.

Etwas mehr als 1 Stunde wanderten wir in der schönen Stadt umher.
Um 12 Uhr beeindruckten uns die Glocken der beiden Kirchen mit ihren Klängen.
In der Stadt wurde es langsam unangenehm heiß, so beschlossen wir diese zu verlassen und weiter nach Bordeaux zu fahren.
Hier wollten wir uns ein Kriegsschiff der französischen Marine ansehen.

Kriegsschiff Colbert
Nach kurzer Fahrt erreichten wir Bordeaux.
Die von Google Earth abgenommenen Koordinaten führten uns exakt zu der Anlegestelle.
Aber irgendwas stimmte da nicht. Ein Kriegsschiff ist an sich schon nicht klein. Der Zerstörer Colbert ist aber einer der größten der französischen Marine, so was übersieht man nicht. Aber er ist nicht zu sehen. Er ist nicht da. Wenn die Franzosen uns ihr Schiff nicht zeigen wollen, dann werden wir uns das Schiff eben nicht ansehen. Basta!
(Später erfuhren wir, dass der Zerstörer nur bei gewissen Anlässen zu besichtigen ist.)

Also weiter auf unserer Reise, jetzt geht’s an die Atlantikküste.

Düne von Pila
Parkplätze sind hier ausreichend vorhanden.
Also dieser Sandhaufen ist schon imposant. Wenn auch riesig, aber von einer Höhe bis 150 Meter die man im Internet findet stimmt nicht.
Am höchsten Punkt zeigte unser GPS 93 Meter. Man kommt sich hier schon fast vor wie in der Wüste. (Von den vielen Leuten mal abgesehen) Die Sonne knallte runter und es war extrem heiß und der Wind trocknet einem richtig aus. 
Rauf sind wir über die Treppe, runter durch den Sand.
Wir versuchten es auch umgekehrt, aber das war uns dann doch zu anstrengend.

Zuerst wollten wir gleich hier über Nacht stehenbleiben, als wir aber erfuhren, das eine Nächtigung 20 Euro ausmacht, war uns das ganze doch zu teuer.
Wir fuhren weiter bis nach Mimizan zu einem ACSI Campingplatz. Wie der zu seinem Namen kommt war uns nicht ganz klar, denn von Strand war hier nichts zu sehen.
Der Platz war leer. 4 WoMo, das war alles. Wir fragten wegen Internet, ja gibt es, aber erst ab Juni. 🙁

Montag 25. Mai 2009
Das Wetter war beschienen. Die ganze Nacht Regen und starker Wind. Wen wir den Atlantik auch nicht sahen, hören konnten wir ihn.
Wir versuchten eine Stelle zu finden, wo man mit dem WoMo an den Strand fahren kann. Keine Chance, alles verbaut. Einen schönen Parkplatz direkt am Strand fanden wir. Dieser war aber mit einer Höhenbegrenzung versehen, so dass die Zufahrt mit dem WoMo nicht möglich war. So gingen wir ein paar Meter zu Fuß um an den westlichsten Punkt unserer Reise zu kommen.

Der Atlantik.
Kalt und Wild, mehr können wir dazu nicht sagen. GPS: N44.219625°, W001.297797°

 

An diesem Tag nicht zum baden geeignet.

Nachdem das Wetter alles andere als befriedigend war, hatte es keinen Sinn die geplanten Städte und Orte an der Atlantikküste anzufahren. Um dem Wetter zu entkommen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Osten fort.

Lourdes
Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. 
Für die Einfahrt in die Stadt braucht man schon etwas Geduld. Der Verkehr wälzt sich als endloser Blechwurm durch die engen Strassen. Unzählige Menschen laufen hier kreuz und quer. Hier ist die volle Aufmerksamkeit gefordert. Das hier niemand niedergefahren wird, dürfte ein weiteres Wunder von Lourdes sein.
Obwohl die Stadt total verstopft ist, bekamen wir nur wenige Schritte vor der Kirche einen Parkplatz. (2 Euro für 4 Stunden) Eigene WoMo Parkplätze haben wir nicht gesehen.

Die Kirche von Lourdes

Am Vorplatz der Kirche waren hunderte von Menschen, davon sehr viele junge.
Busweise trafen hier Rollstuhlfahrer ein. Über Lautsprecher wurde der Beginn der nächsten, mehrsprachigen Messe bekanntgegeben.
Anhand der Sprachen, die man hier hörte, konnte man erkennen, dass die Pilger aus allen Herrenländer kamen.
Man muss nicht unbedingt tief gläubig sein um von dieser Atmosphäre mitgerissen zu werden.
Im näheren Umkreis dieser Pilgerstätte liegen mehrere Geocache. Wir haben nicht einen einzigen gehoben. Wir hatten schlichtweg darauf vergessen. Das zeigt wie beeindruckt wir von dem Ganzen waren.

Mehr als zwei Stunden verbrachten wir an diesem beeindruckenden Ort.

Von hier aus fuhren wir Richtung Andorra.
Als Nächtigungsplatz wählten wir einen Parkplatz bei einer Grotte, die wir am morgen besichtigen wollten.
Die Grotte liegt unweit der Grenze zu Andorra. Wir mußten mehr als 10 Kilometer von unserer Strecke abweichen um zu der Grotte zu gelangen. Dann die Endtäuschung. Der Parkplatz der Grotte war mit Ketten abgesperrt und ein abstellen des WoMo nicht möglich. Wir mußten mehrere Kilometer fahren, bis wir eine Möglichkeit fanden um über Nacht stehen zu bleiben.
Als Dankeschön dafür, haben wir verzichtet die Grotte zu besichtigen.

Dienstag 26. Mai 2009
In der Nacht hat es wieder angefangen zu regnen.
Auf der ganzen fahrt nach Andorra regnete es unaufhaltsam. Dicke Wolken hingen auf den Bergen, die wir in kürze erklimmen mußten.

Über die wolkenverhangenen Berge müssen wir.

Das war eine Bergwertung. Kilometerweit nur bergauf. 2ter Gang ganz selten 3ter Gang, Kurve um Kurve kämpfte sich unser 75 PS Ducato den Berg hoch. Jetzt waren wir in den Wolken, die wir von unten sahen. Sichtweite nie über 20 Meter. Schade, hätte hier ganz sicher eine schöne Aussicht gegeben.
An der Grenze zu Andorra kein Aufenthalt. Die Zöllner winkten uns durch. Ein Thermometer zeigt 5°. Nicht eben warm. Kein Wunder, sind wir doch über 2000 Meter.
Wegen dem schlechten Wetter nahmen wir den Mautpflichtigen Tunnel (10,90 Euro). Bei Null Aussicht hätte es nichts gebracht den Paß hochzufahren. Am andern Ende des Tunnels große Freude. Fast keine Wolken mehr und kein Regen.
Noch bevor wir nach Andorra la Vella, der Hauptstadt von Andorra kamen, holten wir uns gleich einen Geocache, der an einer schönen alten Kirche lag.

Eine schöne alte Kirche in Canillo, direkt neben der Strasse

Kurz vor El Tarter hielten wir an einen Parkplatz, von dem man auf den Ort hinunterblicken konnte. Dies an sich ist nicht ungewöhnlich, was aber ungewöhnlich war, war der Kunstrasen der am ganzen Parkplatz verlegt war. Vermutlich die einzige Möglichkeit einen Parkplatz in dieser Höhe immer grün zu erhalten. Von Andorra la Vella waren wir angenehm überrascht. Im Internet lasen wir von ständig verstopften Strassen, wo es nur ein langsames vorankommen gibt. Das können wir nicht bestätigen. Es war dichter Verkehr, der aber für eine Stadt im normalen Bereich lag.
Da wir hier länger bleiben wollten, nahmen wir einen ACSI Campingplatz mitten in der Stadt.  Vor der Stadt sahen wir auch schon einen Campingplatz, dieser war aber direkt neben der Hauptstraße.

Nachdem wir unseren Stellplatz bezogen hatten gab es für mich ein kaltes Bier und für Corinna einen Kaffee. Bevor wir in die Stadt schlenderten stärkten wir und mit einem kleinen Imbiß.
In knapp 10 Minuten erreichten wir die Stadt. Wir spazierten eine Strasse nach der anderen ab. Um so mehr Strassen wir abgelaufen und um so mehr Geschäfte wir aufgesucht hatten um so enttäuschter wurden wir.
Da hieß es doch immer Andorra ist das Einkaufsparadies. Wegen der niedrigen Steuern kann man hier billig einkaufen. Von wegen. Billiges haben wir hier nicht gefunden.
Es mag schon sein, dass Parfüm hier billiger ist, aber die Ersparnis beginnt erst bei hochpreisigen Artikeln. Wir kaufen uns zu Hause auch keine Parfüms um 90 Euro, warum sollen wir es hier tun? Das selbige gilt für Kleidung. Da wir keinen wert auf Lacoste und Co legen ist das ganze für uns uninteressant.
Laptop und Netbook sind hier günstiger als bei uns zu Hause. Aber was nützt das, diese Dinger hier haben die französische bzw. spanische Tastatur. Dinge die man brauchen kann, wie Software, Navis, GPS, digitale Karten oder ähnliches kosten dasselbe wie bei uns.
Bevor wir aus der Geschäftsstadt, so kann man das hier nennen, hinausspazieren besuchen wir einen McDonalds.
Jeder der mich kennt weiß, dass das eine gehörige Portion Überwindung für mich ist. Ich wollte aber unbedingt ins Internet und die meisten Leibchenbräter haben das im Programm.
Nachdem wir bestellt hatten, meine Frage nach dem Internet. „No Internet“ die Antwort.
Na super, kein Internet, dafür diesen Fra… Das letzte mal war ich vor gut 21 Jahren beim McDonalds, es wird mindesten wieder solange dauern bis mich da wer reinbringt.
Als wir Richtung Stadtpark spazierten, immer dasselbe Bild. Ein Schmuckgeschäft nach dem anderen. Dasselbe gilt für Mode, Kosmetik und Elektronik. Zwischendurch befinden sich Restaurants.

Der Stadtpark ist nett angelegt. Wasserspiele, Spielplätze, Restaurants.
Direkt am Parc Central grenzt auch der Parkplatz Central. Hier gibt es WoMo Stellplätze.

Bei der Einfahrt zum Parc Cental gibt es ein Restaurant, das können wir empfehlen.
Erstens haben die eine Speisekarte mit Bildern. Wenn eben mal das französisch oder spanisch etwas eingerostet ist, ist das bei der Bestellung sehr hilfreich.
Zweitens ist da ausgezeichnet gut essen.
Als Vorspeise aßen wir Schnecken in pikanter – würziger Sauce. Hauptgericht war zartes Rindfleisch medium gebraten.
Dazu gab es reichlich Salat, 2 Spiegeleier, Wurst, Speck und Pommes. Bei der Bestellung ist vielleicht zu beachten, dass man nicht, so wie wir, einfach Vino Rosso bestellt.
Wir wollten jeder ein Gläschen Rotwein, bekommen haben wir aber eine Flasche. Der Wein war aber gut. 🙂 Kosten für das Ganze 35 Euro. Hier haben wir auf jeden Fall besser und reichlicher gegessen als zuvor in Frankreich.
Der Name des Lokals war L’aigüeta.
Ein Buch das wir uns kauften, zeigte uns die wahren Schönheiten des Landes.
Leider fehlte uns die Zeit um uns mehr als nur die Stadt anzusehen.
Sollten wir wieder mal in diese Ecke kommen, werden wir hier einen längeren Aufenthalt einplanen

Mittwoch 27. Mai 2009
Um 8 Uhr begannen wir unsere Sachen zu packen und uns abreisefertig zu machen.
Es war schon 8 Uhr 40 als wir an der Rezeption ankamen und bezahlen wollten. Ein Schwede stand schon ganz ungeduldig an der Tür und wollte auch abreisen. Laut Schild sollte die Rezeption ab 8 Uhr besetzt sein. Nachdem der Schwede mehrmals gehupt hatte kam um 8 Uhr 50 der Betreiber um das Geld entgegenzunehmen. Man war der Schwede sauer. Keine Nerven die Nordländer. Sind doch im Urlaub oder?

Viel schneller als gedacht erreichten wir die spanische Grenze. Zuerst winkte jeder, weiterfahren. Dachten schon, das geht aber schnell, keine Kontrolle. Kaum 200 Meter gefahren, war da eine große Halle in die alle hinein mußten.
Ein junger Zöllner fragte uns, ob wir was zum verzollen hätten. Wir zeigten ihm eine Stange Zigaretten darauf winkte er weiterfahren.
In La Seu d’Urgel schauten wir uns den Parc Olimpic del Segre an. Hier gibt es eine künstlich angelegte Wildwasserstrecke. Auf dieser wurden 1992, während der olympischen Sommerspiele von Barcelona, die Kanuwettläufe im Slalom ausgetragen. Als ehemaliger Wildwasser Kanute hatte mich das interessiert.

War aber weniger interessant als erwartet.
So fuhren wir nach kurzer Zeit schon wieder weiter.

Unser nächstes Ziel war Carcassonne.
Wir hatten Zeit und wollten nicht über die Autobahn fahren.
Unser Navi wählte eine schöne Gebirgsstrasse. Kurvig, steil und zeitweise ganz schön eng. Wir sahen eine Menge Skigebiete und viel Gegend.
Auf Autos brauchten wir hier nicht zu achten. In vier Stunden kamen uns keine 5 Autos entgegen. Etliche Motorradfahrer überholten uns, darunter auch eine Partie aus Oberösterreich.
Die Welt ist doch klein.
An einem See machten wir eine kurze Rast.
Es war hier zwar wunderschön aber auch kalt. 

Bergsee auf 1532 Meter

Am frühen Nachmittag trafen wir in Carcassonne ein.

Carcassonne

Carcassonne ist eine vollständig restaurierte Festungsanlage aus dem Mittelalter. Alle Burgmauern sowie Stadtmauern mit all den Wach- und Wehrtürmen sind
erhalten. Im inneren der Stadtmauern sind noch die Gebäude vorhanden. Leider gibt es hier nur Trödelläden, die mit ihren Schirmen und Ständern fast alles von der erhaltenen Stadt verdecken. Würde man hier noch die alte Handwerkskunst vorführen, würde man ins Mittelalter zurückversetzt.
WoMo Parkplätze gibt es. Entsorgung kostenlos, Versorgung kostet. 
Die Stadt kann kostenlos besichtigt werden. Ist aber wie gesagt wegen den vielen Trödelläden weniger interessant. Eintritt in die Burg 8 Euro.
Sollte wer in französisch, italienisch oder spanisch nicht wirklich gut bewandert sein, empfehlen wir einen Audioguide zu nehmen. Kosten 3 Euro pro Stück. Dieser erklärt einem jede Station der Burg und übersetzt einen 11 Minuten dauernden Film über die Burg.

Nach mehr als 3 Stunden verließen wir die Anlage wieder.
Nachdem wir die Entsorgerstation aufgesucht hatten, holten wir uns einen Geocache, der nur 180 Meter vom Parkplatz entfernt war. Dabei hatten wir das Glück die Besitzerin des Cache zu treffen und ein paar nette Worte mit ihr zu tauschen.

Mit dieser Besichtigung hatten wir bis auf das Viaduc de Millau fast alles was wir uns vorgenommen hatten gesehen.
Das Wetter war prächtig und wir hatten noch zwei Tage Zeit.
Was also machen. Eine Brücke ansehen, von derer duzende Fotos im Internet zu finden sind, oder ans Meer fahren. Die Entscheidung war schnell gefällt.
Den Brandneuen französischen FKK Führer hervorgeholt einen Platz ausgesucht und angefahren. Die Rezeption hatte schon geschlossen, so stellten wir uns auf den Nachtparkplatz und gingen nach dem Abendessen ins Bett.

Donnerstag 28. Mai 2009
Zeitig in der früh besichtigten wir den Campingplatz. Da man hier gut 5 Minuten zum Meer geht, war dieser Platz für uns schon erledigt. Ein weiterer Platz 25 Kilometer weiter war auch nicht das wahre. Eine Stunde später hatten wir das Richtige gefunden.
Eine FKK Stadt direkt am Meer.

Cap D’Agde
Cap D’Agde liegt direkt am Meer und ist eine FKK Stadt. 
Warum FKK Stadt. Ganz einfach weil das eine Stadt ist. Campingplatz von 39 ha mit 2524 Stellplätzen dazu kommen eine ganze Menge Mietbungalow, sowie mehrere hundert Apartments und etliche Hotels. In der Hauptsaison bewohnen diese Stadt über 40.000 Leute. (richtig gelesen) Sie ist die größte FKK Anlage Europas.
Hier gibt es alles was man braucht. Eigener Hafen, Restaurants, Metzger, Bank, Frisör, 4(!) Bankomaten, Bars, Tanzclubs, Obst und Gemüsemarkt, Bäcker, Supermarkt, ……
Die Stadt hat ihre eigene Infrastruktur.
Servicetechniker, Wachdienst, berittener Wachdienst am Strand, eigene Müllabfuhr um nur einiges zu nennen.
Hier verbrachten wir noch zwei herrliche Tage bei traumhaft schönem und warmem Wetter.

Samstag 30. Mai 2009
Auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende.
Um 7 Uhr morgens begannen wir unsere Sachen zu packen und uns abreisefertig zu machen.
Bevor wir auf die Autobahn fuhren, suchen wir noch einen Supermarkt.
Wir decken uns mit reichlich Käse ein, dann geht es endgültig los.
Das Navi zeigt 1404 Kilometer bis Nachhause. Das ergibt rund 15 Stunden Fahrzeit, aufgeteilt auf zwei Tage.
Wir nehmen die Autobahn Richtung Lyon weiter über die Schweiz und Deutschland.
Die Nacht verbringen wir auf einem Autohof.

Sonntag 31. Mai 2009
Nach dem Frühstück nehmen wir die letzte Etappe in Angriff.
Um 14 Uhr verstummt der Diesel vor unserm Haus.

Hier ein paar Daten zur Reise:

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