Italien 2000

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Samstag 5. August 2000
Es ist soweit die Fahrt in den Urlaub naht. Wir sind alle froh, das wir dem kühlen und regnerischem Wetter entfliehen können.
Abfahrt um 5 Uhr morgens.
Über den Präbichl geht es in Richtung Kärnten, wie die letzten Jahre auch ist unser Ziel der Keutschacher See.
Als wir um 10 Uhr am FKK-Kleingelände ankommen, gab es eine herbe Enttäuschung. Der Stellplatz den wir bereits im August 1999 gebucht haben ist vergeben. Ebenso der Platz von Polt. Einzig der Platz von Rup ist frei. Beide wollten am Sonntag nach kommen. Der Platz ist für die Zeit recht voll und wir treffen unser Freunde aus Deutschland, Urfar und Tulln.
Wir stellen den Wohnwagen fürs erste am Parkplatz ab und unternehmen eine Einkaufstour um Lebensmittel zu bunkern und das noch fehlende Campingzubehör zu besorgen.
Das gute Mittagessen, das wir am Pyramidenkogel in der Buschenschänke Buchsbaum einnahmen, ließ uns fast das kalte und regnerische Wetter vergessen. Leider war das Wetter vor dem wir gehofft hatten flüchten zu können hier auch nicht besser.
Während einer Regenpause stellten wir unseren Wohnwagen am Rand des Parkplatzes auf. Alles ist voller Matsch und Dreck und es regnet andauernd.
In der Nacht kam ein sehr heftiges Gewitter auf, extremer Regen und dann ein Blitzeinschlag im See.
Das muss man erlebt haben!
Grelles, Gleißendes Licht und ein Donnerschlag der einem fast die Trommelfelle platzen ließ.
Die Druckwelle war so stark, das der Wohnwagen wie im Sturm schwankte.
Am Morgen darauf waren alle einer Meinung. So ein Gewitter hatte am Keutschacher See noch keiner erlebt.
Gegen 11°° kamen Rup und Polt.
Während eines Biers wurde über die weitere Vorgangsweise diskutiert. Die Bierflasche war leer, der Entschluß befaßt.
Wir fahren nach Kroatien. Das unsere Stellplätze nicht frei waren und die Wetteraussichten alles andere als schön waren bestärke unseren Entschluß.
Also rann an die Arbeit. Vorzelt ausgeräumt abgebaut und abfahrt.
Aber zuvor noch eine Böse Überraschung. Wir mußten 1900.- ATS für eine Nacht bezahlen. Begründung: Wir hatten für zwei Wochen gebucht also mußten wir Storno zahlen und das obwohl unser gebuchter Platz nicht frei war.
Unser Deutscher Freund bei dem wir den Platz gebucht hatten konnte nichts dafür, es war die schuld vom Schweizer der den Platz zur Zeit über hatte und unsern Platz vergab.
Unter starken Protest bezahlten wir.
13 Uhr, wir verließen den Campingplatz, den wir schon liebgewonnen hatten. Immerhin waren wir schon sieben mal hintereinander hier, mit der Gewißheit das wir hier nicht mehr zurückkommen würden und fuhren Richtung Loiblpaß.
Am Loiblpaß ging es bergauf und wie.
Es fing zu Regnen an und wie!
Polt schaffte es mit durchdrehenden Reifen und Angstschweiß auf der Stirn den Berg zu erklimmen.. An der Grenze zu Slowenien kam die nächste Überraschung. Der Paß vom Rup war abgelaufen und eine Einreise mit abgelaufenen Paß war nach Slowenien nicht gestattet, außerdem ist der Loibl für Anhänger über 1000 kg gesperrt. Ich bin schwerer.
Also bei strömenden Regen wieder Richtung Klagenfurt bevor die Polizei auf dumme Gedanken kommt.
Es ging den Berg wieder runter aber nur ein Stück.
Der Grund zwei gewaltige Kehren bei einer Steigung von fast 20% die wir bei dem Wetter mit unseren Autos nicht schafften. Wir saßen fest. Richtung Slowenien durften wir nicht Richtung Klagenfurt konnten wir nicht.
Besprechung in einem Gasthaus.
Guter Rat war teuer.
Der Urlaub hatte nicht gut begonnen. Probleme und Schwierigkeiten gab es bis jetzt genug und es wurde an der Zeit, das sich das änderte.
Und es änderte sich auch. Ein Gast der unser Problem mitgehört hatte und das richtige „Zugpferd“ in form eines Grand Cherokee hatte schnappte sich meinen Wohnwagen und zog ihn über den Berg, das ich fast Schwierigkeiten hatte mitzuhalten. Als nächstes war Polt an der Reihe, den Wohnwagen vom Rup zog ich über den Berg.
Als die Wohnwagen abgestellt waren verschwand unser Helfer ohne einen Schilling zu nehmen.
Kroatien ade auf nach Italien.
17°° kurze Rast auf der Autobahnstation vor Aroldstein. Straßenkarte kaufen Geld wechseln weiter geht’s.
Auf der Autobahn ab nach Lignano Sabbiadoro.
Ankunft gegen 20°° und schon wieder eine Böse Überraschung. Der Platz ist voll. Rup und Polt sind seit 15 Stunden unterwegs also beschließen wir hier zu Übernachten obwohl wir für eine Nacht 3 Nächte zahlen müssen. (Ist in der Hauptsaison üblich).
Am Morgen des dritten Tages schaut die Welt schon anders aus. Sonnenschein warm und zu unserer Überraschung brauchen wir für die Nächtigung nichts zu bezahlen.
13 Uhr Mittagspause, viele Campingplätze in der nähe. Wir waren schon 90 km südlich von Venedig in der nähe von Pomposa.
Nach dem Essen mit dem Auto Erkundungsfahrt. Und wieder ist das Pech mit uns, alle Plätze sind voll. 1 Stunde und 6 Campingplätze später die Erleichterung. Wir haben einen Platz. Camping Spina am Lido di Spina.

Also hin zum Stellplatz und Wohnwagen Positionieren.
Aber das Positionieren hat so seine Tücken.
Beim rangieren springt ein Baum gegen das Rücklicht vom Wohnwagen. Ein leichter schaden was soll’s. Endlich steht er auf dem Unterlegholz. Abkoppeln und siehe da, er steht doch nicht. Runter von den Klötzen rauf auf den Baum. Rücklicht jetzt endlich kaputt. Loch graben Wohnwagen rein, jetzt steht er.
19 Uhr das meiste ist geschafft. Mit dem Rad zum Meer baden, das Wasser ist angenehm warm ca. 24°.
Mit Einbruch der Dunkelheit kommt es zu regelmäßigen Überfällen von Gelsen. Diese werden mit Gift bekämpft das von einem Traktor aus versprüht wird

Unsere Stellplätze am Rand des Campingplatzes

Ein Rundblick auf den Naturpark von einem Aussichtspunkt aus.

Die meiste Zeit verbringen wir mit Baden und in der Sonne liegen, aber auch für unser Abendessen sorgen wir. Es gibt sehr viele Pfahlmuscheln, die wir aus dem Wasser schnorcheln und am Abend mit einer guten Sauce verzehren.

Der Strand war auch zur Mittagszeit nicht überfüllt

Beim Sonnenbaden

Aber wir sind nicht nur faul in der Sonne gelegen. Wir besuchten auch Comacchio, eine schöne Stadt.
 
Comacchio ist bekannt für die Kanalfischerei.
Es gibt sehr viele schöne Bauwerke, Kirchen und Brücken.

Der Fischmarkt

Die drei Brücken von Comacchio

 Eine der schönen Kirchen 

Freitag der 18.8.2000
Auch der schönste Urlaub geht einmal zu ende. So mußten auch wir wieder unsere Heimreise antreten.
Schnell noch ein letztes Foto

bevor wir um 8 Uhr die Rückreise über Venedig – Arnoldstein – Klagenfurt – Präbichl antraten. Um 19°° waren wir wieder zuhause.

Resümee:
Der Urlaub hat alles andere als gut angefangen hat sich dann aber ausgezeichnet entwickelt.
Wir verbrachten 12 herrliche Tage bei schönstem Wetter und jeder war begeistert.
Ein Urlaub, ein Campingplatz den wir sicher nicht vergessen werden.

Die Fotos haben eine schlechte Qualität. Damals war noch nichts mit digital. Die Fotos wurden eingescannt und hochgeladen. Große Fotos waren anhand der damals sehr langsamen Internetverbindung nicht möglich. (4 K Modem 🙂 )