Korsika Juni 2011 (3)

Samstag 11. Juni
Es war ein lauer Abend. Von der Strandbar zog der Duft von Pizzas und gegrilltem Fleisch über unseren Platz. Ist schon gemein uns auf diese Weise zu verführen. Wir gaben der Verführung nach und nahmen uns einen Tisch mit schönem Blick aufs Meer und bestellten uns Pizza. Nach der Pizza und einem Schnaps auf Kosten des Hauses kehrten wir zum WoMo zurück und öffneten eine Flasche Bordeaux.
Während sich die Flasche leerte, kam uns der Gedanke einen Stellungswechsel zu machen.
Es gibt auf der Insel mehrere FKK Plätze und so beschlossen wir am Morgen aufzubrechen, den südlichsten Platz anzufahren ein paar Tage zu bleiben und dann zum nächsten zu wechseln. Gesagt getan.

Sonntag 12.Juni
Als wir am Morgen auscheckten gab es eine Überraschung. Als Ankunftstag war der 8. Juni eingetragen. Wir waren aber schon am 7. Juni da. Macht nichts, bezahlen wir eben eine Nacht weniger. 🙂
Als ersten Platz fuhren wir Camping VILLATA an. Der sagte uns überhaut nicht zu. Campingplatz ist Textil nur der Strand ist FKK. (Was hat denn das bloß für einen Sinn?)
Außerdem kein brauchbarer Markt am Platz und in die Ortschaft rund 10 Minuten mit dem Auto. Die Rezeption hielt auch gerade Mittagsschlaf. Also auf zum nächsten Platz.
Nächstes Ziel war der Platz U’Furu seitlich von Porto Vecchio an einem Fluss gelegen. Als wir das Navi mit den Daten fütterten und das Ergebnis sahen, schwante uns schon böses. Noch mehr Abgeschieden geht fast nicht. Aber bloß keine Vorurteile. Wir kurvten auf Straßen herum, die die Bezeichnung nicht verdienten. Endlich angekommen fanden wir einen fast leeren Platz vor. Nach 10 Minuten kam ein Mann und gab uns zu verstehen, dass er zur Rezeption gehört. Er erklärte uns den Platz und die Preise. Auf die Frage ob es einen Markt gibt, war die Antwort „nur Baguette in der Früh“. Soviel Luxus wollten wir nicht.
Rein ins WoMo und weiter ging es. Nachdem wir uns in Porto Vecchio ein Eis kauften ging die Fahrt weiter. Diesmal wieder Richtung Norden.
In Aleria gibt es das RIVA BELLA Spa Resort. GPS: N42.16070° E009.55353°
Spa Resort, das hört sich nicht schlecht an. Am späteren Nachmittag trafen wir ein, fanden einen schönen Platz und beschlossen hier zu bleiben.
War schon eine Leistung. Fuhren den ganzen Tag durch die Gegen, spulten 180 Kilometer auf den Tacho und stellten uns schlussendlich auf einen Platz, der nur knapp 6 Kilometer vom letzten entfernt war. !? 🙂

Aber hier ist es schön.
2 Meter hinter dem WoMo liegt ein schöner See auf dem die Blässhuhn Mamma mit ihren jungen schwimmt und 10 Meter vor uns beginnt der Strand.

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Es gibt hier ein Restaurant, einen kleinen Markt, eine Strandbar und sogar Toilettenpapier am WC. In den Ort zum Supermarkt ist es auch nicht weit. Da dies der schönere (FKK) Platz ist, den wir bis jetzt auf der Insel gefunden haben, werden wir hier bleiben.
Der Strand ist endlos lang. Richtung Süden kann man 30 Minuten zügig gehen, bis man an einem Kanal kommt, den man nicht überqueren kann.
Dieser Kanal ist der Zu – und Ablauf vom Diana See. Ein relativ großer See, der über den Kanal vom Meer gespeist wird.
Ist gerade Ebbe fließt das Wasser mit sehr hoher Geschwindigkeit raus ins Meer. Wenn man da ins Wasser spring, wird man unweigerlich ins Meer gezogen. Schade, am anderen Ufer des 30 Meter breiten Kanals stand ein Genueser Turm, diesen wollten wir eigentlich besichtigen. In diesem Kanal war ein Baggerschiff das den Kanal frei von Ablagerungen hielt.
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Ein paar Fotos vom Strand. Links Richtung Campingplatz, rechts Richtung Genueser Turm.

Alle Fotos wurden am Nachmittag aufgenommen. Obwohl das die „Hauptbadezeit“ ist, kann man deutlich erkennen, dass der Strand keinesfalls überlaufen ist.
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Das Baggerschiff, im Hintergrund der Genueser Turm.
Zurück gingen wir nicht mehr entlang der Küste, sondern nahmen den Weg neben dem See.

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Der Weg führte zuerst den See entlang, später ging er durch einen kleinen Wald. Man konnte erkennen, dass dieser auch benutz wurde um hier ans Meer zu gelangen. Für normale Fahrzeuge ist der Weg aber nicht zu befahren. An den Spuren war zu erkennen, dass hier sogar Offroad Fahrzeuge Probleme hatten.

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Nach so einer ausgiebigen Wanderung hatten wir uns ein kräftiges Essen verdient.
Ich kochte uns ein original Mostviertler Holzhackerpfandl auf korsische Art. 🙂 (Für alle die das Rezept haben wollen. Vergesst es, ist streng Geheim)
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Nach dem Essen meinte Corinna „Jetzt hast wenigstens einen Grund wie ein Holzhacker zu schnarchen“ 🙂

Samstag 17.Juni
Es ist stark bewölkt. Super darauf haben wir schon gewartet. Wir planten schon länger einen Tagesausflug in die nähere Umgebung. Aber bei Temperaturen über 30 Grad hatten wir dazu keine Lust.
Morgentoilette, Frühstück und ab ging’s. Zuerst noch zur Entsorerstelle, die Tanks entleeren und dann hatten wir den Salat. Die Wolken waren weg.
Aus dem Tagesausflug wurde ein Halbtagesausflug.
Wir besuchten das Museum und die Ausgrabungsstätte in Aleria. Das Museum, das im Fort von Matra untergebracht ist, zeigt Exponate von den archäologischen Ausgrabungen. Keramiken Amphoren, Waffen, Schmuck,….
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Nach dem Museum gingen wir zu der Ausgrabungsstätte.

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Nach dem kulturellen Teil des Tages ging es zuerst in einem schattigen Gastgarten um den Durst zu löschen, dann weiter in den Supermarkt.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz hielten wir noch an einem Obststand, der auch einen kleinen Imbiss dabei hatte.
GPS: N42.19796° E009.53262° Neben frischem Obst und Gemüse bekommt man hier auch Wein, Schnäpse, Öl, Käse, …
Wir genehmigten uns einen korsischen Salat, (sehr gut) und ein Glas eines ausgezeichneten Rotweins.

Zurück am Campingplatz wurden zuerst die Lamas gefüttert, welche zuhauf neben dem Campingplatz weideten.
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Danach ging es sofort ins Meer.
Erstaunlicher Weise gab es relativ große Wellen und eine starke Strömung der Küste entlang.

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Am Abend gingen wir ins Restaurant essen. Wir bekommen eine französische Speisekarte, auf die Frage, ob es diese auch in englisch gibt, erhalten wir eine negative Antwort. Die Kellnerin holt aber einen Kollegen der etwas englisch spricht. Er will die Gerichte übersetzen. Das funktioniert aber nicht. Ich starte das Netbook und bemühe den Translater um wenigstens die Zutaten der Speisen zu kennen.

Ist irgendwie eine Schande. Auf einem Platz wo mehr als die Hälfte der Gäste deutsch spricht könnte man den Gästen schon etwas mehr entgegenkommen.

Wir bestellen uns 2x Beefsteak mit Salat, 2 Desserts, 2 Bier, 2 Cola zum Preis von 65 Euro. Billiger kommt ein Menü. Das gibt es schon ab 25 Euro. Also wirklich schnäppchen Preise. 🙁

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