Mit dem WoMo zum Bergbauern

Der Besitzer vom CP hat uns vorgeschlagen zum Bergbauern zu fahren. Wir seien dort Eingeladen das Leben dieser Leute kennenzulernen. Wir würden auch ein Bodenständiges 3 Gänge Menü serviert bekommen.(Gegen Bezahlung versteht sich)
Das ließen wir uns nicht 2 mal sagen. Die Holländer waren auch mit von der Partie.
Die Holländer fuhren mit dem CP Betreiber mit dem Auto, wir mit dem WoMo. 6 Kilometer auf der Straße dann 800 Meter den Berg hoch auf Schotterstraße. Als wir den Berg hoch fuhren, fing es kräftig an zu schütten und ich hatte schon bedenken, wieder runter zu kommen. Aber es hat geklappt.

In der Küche wurde gekocht.
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Zuerst aber wurde uns der Hof gezeigt. Dieser liegt auf 975 mSH.
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RO_15_062Der Sohn des Bauern ist ein begnadeter Tischler. Er fertigt gerade Fenster für ein Fachwerkhaus in Minden  (nähe  Hannover (D) ) an.
RO_15_067Die Fenster sind aus massiven Eichenholz. Vollholz hat hier den selben Preis wie bei uns die funierten Spanplatten.

RO_15_066Mit diesen einfachen Geräten solche Arbeit zu machen beeindruckte uns sehr.

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Der Bauer ist dabei Mais zu mahlen um damit die Tiere zu füttern.

RO_15_072 RO_15_071Dieses Kälbchen ist 3 Tage alt.

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RO_15_076Die Vorratskammer.

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RO_15_079Die Backstube zum Brot backen. 1 mal die Woche wird Brot gebacken. Auch im Winter. Darum haben die Backstuben ein eigenes Häuschen, wo das Mehl sowie auch das Holz gelagert wird.

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RO_15_080Nach der Führung gab es Essen.
Als Vorspeise Speck, Schinken, Wurst, Butter, Käse, Eier und natürlich selbst gebackenes Brot. Zum trinken Heidelbeerlikör  und Tannenwipfelsirup. Alle Produkte wurden auf dem Hof hergestellt. Auf dem Hof werden auch noch Schafkäse, Honig, Marmelade, Säfte und Schnäpse hergestellt. An Lebensmittel wird hier so gut wie nichts gekauft. Es werden auch Pilze und Kräuter für Tee und ähnliches gesammelt.
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Als Hauptspeise Barmos (sprich Barmosch) Maisbrei, Sauerrahm, Käse, Butter,… sehr Fett, aber auch sehr gut.
RO_15_082Der Barmos wird sehr selten gekocht. Ist quasi eine Feiertagsspeise. Der Bauer freute sich, dass wir nicht alles aufgegessen haben. Das letzte mal gab es Barmos im Winter beim Brot backen.

Zum Nachtisch gab es Palastschinken mit Marmelade.

Während dem essen wurde uns vom Alltag eines Bergbauern berichtet. Aufgestanden wird bei Tageslicht, zu Bett gegangen bei Dunkelheit. Der Sohn des Bauern fährt jetzt für 2 Monate nach Deutschland um dort ein Fachwerkhaus zu restaurieren. Der Schwiegersohn des Bauern ist mit einem LKW voll Holzbretter in Rumänien unterwegs. Die Bretter kommen vom eigenem Wald. Die Bäume wurden im Winter gefällt und zu Bretter aufgeschnitten. Diese Bretter werden jetzt verkauft. Wenn alles Holz verkauft ist, kommt der Schwiegersohn wieder Nachhause. Wann das ist, weiß keiner. Die Tochter und ihre Eltern führen inzwischen den Hof. Da sie viel Wald haben geht es ihnen relativ gut. Auf die Frage wie sie zu dem Besitz gekommen sind, wurde mir geantwortet, dass sie dies der österreichisch – ungarischen Monarchie zu verdanken haben. Fast alle Bergbauern in der Gegen haben Urkunden und Verträge aus dieser Zeit. Ihnen wurden damals die Grundstücke zum bewirtschaften überlassen.

Aber auch an uns gab es jede Menge Frage.

Die Leute hier oben haben Angst vor Hunden. Es gibt hier fast nur verwilderte Hunde. Einen Haushund haben die wenigsten und wenn doch nur einen bissigen Köter der mehr oder weniger das Haus bewachen soll. Sie waren ganz erstaunt, dass die Hunde auf Kommando Sitz und Platz machten. Sie wollten wissen wie man das einem Hund beibringen kann. Was denn so ein Hund pro Tag frisst. Pro Hund rund ein Kilo Fleisch pro Tag. Da dachte der Bauer kurz nach und meinte dann. Die zwei Hunde fressen 4 Schweine im Jahr. Wenn man es so rechnen will, dann hat er damit sogar recht.

Es war ein sehr interessanter Abend mit einem kleinem Einblick in das Leben des Bergbauern. Für das Essen bezahlten wir 10 Euro pro Person. Für rumänische Verhältnisse relativ teuer, aber uns war es das wert. Wir kauften auch noch ein paar Sachen ein. Brot habe wir keines bekommen, sonnst würde der Rest nicht bis zum nächsten backen reichen. Es wird eben nur das verkauft was über ist.

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