Montenegro 2010 (14)

28.Juni 2010

Lange verweilten wir auf ADA. Es war hier wunderschön, aber es war Zeit weiterzureisen.
Zeitig in der früh verließen wir den Platz. Noch kurz im Supermarkt einkaufen, dann geht es auf die sogenannte „Klosterroute“.
Bevor wir am Stegvas Pass ankamen, machten wir beim Restaurant „Panorama“ halt um einen Kaffe zu trinken und uns mit Wein und Schnaps einzudecken.


Mitten im Kastanienwald blieben wir stehen und machten Rast.
Nach der Jause sahen wir uns etwas um und entdeckten einen Maulbeerbaum. 🙂
Das Dessert war gesichert. Natürlich waren da wieder so viele Früchte am Baum, dass wir sie nicht alle vernaschen konnten. Schnell überlegt, dann zwei Gläser gereinigt, mit Früchten und mit Schnaps gefüllt. Dessert für später 🙂

Es war wenig Verkehr und wir hatten Glück immer eine Ausweichstelle in der Nähe zu haben, als uns ein Auto begegnete.
Aber kurz vor Ende der Klosterroute kam uns ein LKW mit Tieren beladen entgegen. Da halfen die ganzen Ausweichstellen nichts. Wir beide hatten einfach nicht platz nebeneinander.
Ich musste mehrere hundert Meter bergauf zurückschieben bevor eine geeignete Stelle gefunden war.
Ich hatte die Arbeit mit dem zurückschieben und Corinna, immer den Abgrund neben ihr, kam ins Schwitzen. Sie sagte während der ganzen Aktion kein einziges Wort. 🙂

Bald war es geschafft. Auf dem Foto sieht man schon das Ende des Skutari Sees mit der Straßen- und Eisenbahnbrücke.

Sowie wir die Ortschaft Virpaza erreichten sahen wir auch schon das berühmte Hotel Pelikan. Vorbeifahren kann man da nicht, außer man fährt den Besitzer tot. 🙂 Dieser stand mitten auf der Straße, stoppte jedes Fahrzeug und drückte den Insassen ein Prospekt von seinem Hotel in die Hand. Wir wollten hier ja sowieso halten, da war es für ihn ein leichtes uns zur Einkehr zu überreden.

Er führte uns auf den Parkplatz und anschießend gleich in sein Hotel.
Hotel Pelikan

Auf der Terrasse angekommen gab er uns mit den Worten „Österreicher vereinigt euch“ zwei Stühle an einem Tisch, wo ein älteres Paar saß.
Innsbrucker, die aus Niederösterreich stammten. Mehr als eine Stunde saßen wir beisammen.
Als wir nach dem Essen gehen wollten fing uns der Hotelier nochmals ab um uns sein Museum zu zeigen. Wir wurden die Stufen hoch bis unter das Dach geführt, wo uns eine Stattliche Ansammlung von allerlei Gebrauchsgegenständen aus der Vergangenheit gezeigt und erklärt wurde.





Das Museum im Hotel Pelikan. Sehenswert und kostenlos zu besichtigen.

Nach der Führung gab es für Corinna ein Säckchen wohlriechender Kräuter und eine Basilikum Pflanze.
Wenn man bedenkt, dass unsere Zeche weniger als 10 Euro ausmachte, eine überaus nette Geste.
Zwei Geocache, einer lag unweit vom Hotel Pelikan ein anderer auf der Strecke, mussten wir liegen lassen. Sie lagen in einem wahren Schlangenparadies und einen Biß wollten wir nicht riskieren.
Wir kamen gut voran und wir erreichten unser Ziel, das Kloster Ostrong, am späten Nachmittag.

Kloster Ostrong

Das Kloster von der Ferne.

Als wir das Bild machten, hatten wir aber noch fast eine Stunde zu fahren.
Das letzte Stück Straße zum Kloster, ist die schlechteste die wir bis jetzt unter den Rädern hatten. Stellenweise war Schritttempo zu schnell.

Unterhalb vom Kloster ist ein großer Parkplatz, hier stand ein deutsches WoMo. Ich fragte den Fahrer ob man noch weiter hoch fahren kann. Kann man sagte er. Da hoch ist die Straße ganz neu.
Damit hatte er vollkommen recht, die Straße war neu. Aber die Kehren waren so eng, das ich die meisten Kehren nicht schaffte ohne zu reversieren. 🙁 Hätte ich die Möglichkeit gehabt zu wenden, ich hätte es getan. Die Kurven wurden immer enger, echt arg. Haben es aber trotzdem geschafft. Kurze Zeit später standen wir vor dem Kloster.







Bilder vom Kloster

Ist schon beeindruckend dieses Bauwerk. Nicht sehr groß, aber wie es in den Felsen gebaut wurde, ist schon bemerkenswert. Leider ist im Kloster das Fotografieren verboten. Nicht das ich mir sehr viel aus solchen Verboten mache, aber hier waren mehr Videokameras als im Kunsthistorischem Museum zu sehen.


Nach der eher kurzen, kostenlosen Besichtigung hatten wir das „Programm“ das wir uns für Monte vorgenommen hatten abgeschlossen.

Gegen 18 Uhr fuhren wir Richtung Bosnien und Herzegowina.
Ein Campingplatz wäre angesagt. Auf der Karte ist keiner eingezeichnet, das Navi hat auch keinen auf Lager. Wir fahren weiter. Ein wunderschöner See liegt zu unserer linken. Hier sollte es doch einen Campingplatz geben. Eine Polizeikontrolle. Wir sind wahrscheinlich die einzigen die freiwillig stehen bleiben. Auf englisch frage ich den Polizisten um einen Campingplatz. Hier gibt es keinen. Wer hätte das gedacht, so schön und kein Campingplatz.
Da fragt mich der Polizist, warum ich einen Campingplatz will. Er breitet die Arme aus und sagt, Montenegro ist ein freies Land. Hier darf man stehen bleiben wo man will. Da war ich aber etwas verstört. Ist doch im Internet genau das Gegenteil zu lesen. Ich frage nach. Ist richtig. Camping ist frei. Nur auf Privatem Gelände darf man nicht stehen bleiben.
Na das ist super. Ein schöner See und freies Stehen erlaubt. 🙂
Sofort wird eine Zufahrt gesucht. Nicht einfach. Als ein Weg gefunden war, ging ich erst mal mehrere hudert Meter runter, bis ich eine Wendemöglichkeit gefunden hatte. Dann holte ich das WoMo, stellte es da ab und ging wieder ein Stück. So wollte ich verhindern, dass ich den ganzen schmalen Pfad wieder retour hoch musste.


Auf dem Weg ging es runter zum See.

Eine halbe Stunde und einer verbogenen Antenne später hatten wir einen schönen Platz und einen ganzen See für uns alleine.




Die Bilder zeigen die Zufahrt zum See und den See selbst. Als wir das WoMo nach mehrmaligen Wenden abgestellt haben, warf ich mich gleich mal in die Fluten.
100 Meter über uns eine Geisterstadt. Von mehr als 20 Häusern sind nur mehr 3 bewohnt.

Die „Straße“ die nahe zum See führt, war die alte Straße. Die neue liegt ein ganzes Stück höher.
Wunderschöner glasklarer See

Unser Platz, schön versteckt.

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