Montenegro 2010 (7)

16.Juni 2010

6 Uhr 30, wir liegen im Bett und schwitzen.
Hallooo, Stopp! Was denkt ihr?!
Wir machen weder Morgensport noch Bettgymnastik!!
Es ist einfach nur heiß! 28 Grad!
Raus aus dem Bett und zuerst ins Wasser. Danach Frühstücken, zusammenräumen, ins Wasser und ab durch die Mitte.
Um viertel nach sieben wecken wir den Diesel und verlassen den Platz.
Die meisten würden jetzt der Straße wieder bis zu Hauptstraße folgen dort rechts abbiegen und auf dieser dann Richtung Monte fahren.
Naja, die meisten. Wir können das besser. 🙂
Man kann auch schon vor der Hauptstraße rechts abbiegen. Haben wir auch gemacht. 🙂 🙁
Ob das Gut war oder nicht, drüber lässt sich streiten. Die Straße ist gerade mal so breit wie das WoMo und man hat des öfteren Kontakt mit der Botanik. Auf dem Foto sieht man ein Stück der Straße.

Unten an der Stopptafel ging es derartig nach links hoch, dass unser Fahrradträger am Asphalt streifte und wir die Isolierung des Kabels für die Rückleuchten einbüßten. 🙁

Es gibt schlimmeres. Kennzeichenhalterung ausgebogen, Kabel gekürzt und alles Funkt wieder.

Aber was ist das den?! Ein Schranken versperrt den Weg.
Uhhps, das ist ja eine Grenze.
Der Zöllner war sichtlich überrascht als wir auftauchten.
Nach der Passkontrolle und ein paar, uns unverständlichen Worten, öffnete er händisch den Schranken und wir fuhren weiter.
Kurz darauf wieder ein Schranken. Wieder ein paar erstaunte Gesichter.
Der Zöllner war eben dabei mit einem Stock einen Heuschrecke an der Hauswand zu ärgern als wir in dabei störten.
Dafür nahm er die Passkontrolle sehr genau.
Pässe ins Lesegerät, Grüne Karte kontrolliert.
In der Zwischenzeit bekamen wir die Öko Plakette für 10 € verpasst, dann ging es auch schon weiter, wir waren in Montenegro.
Zwei Grenzen in weniger als 15 Minuten.

Ortstafel Herceg Novi, rechts weg und wir waren wieder auf der Straße die alle fahren. 🙂
Wir waren überrascht.
Im Internet wird viel über den Fahrstiel der Montenegriner geschimpft. Das können wir überhaupt nicht bestätigen.
Sie überhohlen zwar dort, wo die meisten Westeuropäer nicht überholen würden, aber wir wurden weder bedrängt noch irgendwie sonst auf eine weise genötigt

Der Küstenstraße folgend fuhren wir Richtung Kotor.
Es war so gut wie kein Verkehr, darum nahmen wir nicht die Fähre, sondern fuhren um die gesamte Bucht.


Blick auf Kotor.


Wenn man stehen bleibt, kommt sofort Besuch.

Nach Kotor bogen wir links Richtung Lovcen – Centinje.
Wir wollen das Njegos Mausoleum am Lovcen besichtigen.
Auch hier gilt wieder, nicht alles was im Internet steht ist Richtig.
Ließt man doch, dass die Straße mehr als eng und sehr schlecht zu befahren ist.
Das war nicht unser Empfinden. Wir hatten in Frankreich wesentlich schlechter Straßen unter den Rädern!

Bei Gegenverkehr muss man schon bis auf wenige Zentimeter zur Steinmauer, auch kratzt die Botanik gelegentlich am Lack, aber wer wird denn gleich empfindlich sein?

Die Kehren sind schön zu befahren und die Steigung ist kein Problem.
Unser 75 PS Duc fuhr zwischen 2 und 3 Gang diesen Berg hoch.
Sollte ein Winnebago den Berg anfahren, würden wir empfehlen, dass von Richtung Centinje aus zu tun. Von hier kommen auch 3 Achsige Autobusse rauf. Es gibt hier viele Möglichkeiten um am Straßenrand stehenzubleiben. Man sollte das auch nutzen. Die Aussicht ins Tal, bzw. auf die Bucht, ist Grandios.

Hier zwei Fotos von der Straße. Eng ist anders.

Schneller als erwartet erreichten wir unser Ziel. Für die letzten Kilometer sind 2 € pro Person an Maut zu entrichten. Vor der Mautstraße haben wir noch einen Geocache gefunden.
Der Parkplatz beim Aufgang zum Mausoleum ist sehr klein. Schätze mal 25 Meter Durchmesser. Sollte man hier keinen Platz finden, was ab Mittag bzw. in der Hauptreisezeit sicher dar Fall ist, kann man ca. 150 Meter vorher Parken.

Über 400 Stufen geht es nun hoch. (fragt mich nicht, wie oft mir Corinna den Vogel gezeigt hat :-). Eins vorweg, zum Schluss hat es ihr dann doch gefallen.)





Geschafft! Endlich oben. Aber kaum oben, geht es schon wieder runter, in die Gruft.

Die Gruft

Die Aussichtsplattform.
Das Mausoleum von der Aussichtsplattform gesehen.

Rasten ist angesagt.


Blick Richtung Parkplatz.

Ein letzter Blick nach oben, dann gings wieder runter.
Auch hier gab es noch Schnee.

Auf der Aussichtsplattform trafen wir ein paar Pensionisten aus Salzburg, diese gaben uns den Tipp, Käse und Proschut gleich ein Stück unten am Kiosk zu kaufen. Sehr gut. Sie waren schon mehrmals hier und haben dort immer gekauft und waren gut bedient.
Diesen Rat folgend kauften wir am Kiosk ein und machten gleich mal Pause.

Centinje durchquerten wir mehrmals, fuhren vorbei an diversen Botschaften und Musen bevor es weiter Richtung Küste ging.
Obwohl hier reger Verkehr herrscht, ist auch hier nichts vom viel erwähntem schlechtem Fahrstiel zu bemerken.
Kleine Kirche in Centinje

Alle größeren Steigungen sind zweispurig und es gibt somit kein Problem mit dem Überholen (Überholt werden). Bei Budva kamen wir wieder ans Meer. Von der Bergstraße hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt sowie auf Sv. Stefan.
Sv. Stefan

Kurz vor Bar meldete unser TomTom einen Geocache. Den müssen wir uns doch holen. Unweit der Straße steht eine schöne Orthodoxe Kirche, bei dieser ist die begehrte Dose versteckt. Sie ist auch schnell gefunden, aber dann die Überraschung. Wir waren die ersten, die sie gefunden haben. 🙂




Nach dem loggen, klauten wir uns noch ein paar süße Feigen und setzten unsere Reise fort.
In Bar stellten wir das WoMo neben der Straße ab und marschierten durch die Stadt. Einen Geocache mussten wir liegen lassen, es waren zu viele Leute am Platz und wir wären nicht unbeobachtet gewesen. Einen zweiten konnten wir uns aber holen. Und wieder eine kleine Sensation. Wir waren wieder die ersten. 🙂 Was für eine Freude. Gut das wir unsere Datenbank am AC Monika aktualisieren konnten.
Zwei FTF (First to Found) soweit von Zuhause weg ist fast unglaublich.



Autotransporter 🙂

Mit einem Eis als Belohnung ging es Richtung WoMo zurück. Jetzt dauerte unsere Fahrt nicht mehr lange.
Wir umfuhren Ulcinj kauften in einem Supermarkt ein und trafen am Nachmittag auf dem FKK Camp ADA, dem Ziel unserer Reise, ein.


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