Montenegro 2010 (8)

17.Juni 2010

FKK Anlage ADA

An der Rezeption wir gut deutsch gesprochen. Preis für WoMo, 2 Personen, Strom, Kurtaxe 16 Euro pro Tag, egal wie lange man bleibt. Kein Rabatt.
Aber bei dem Preis wir auch nicht gejammert.
Die FKK Anlage besteht nicht nur aus dem Autocamp.
Hier kann man sich auch Apartdemants, Zimmer und kleine Ferienhäuschen mieten.

z.B.: bietet ITS Reisen hier All Inklusive Pakete an.
Angst hier keinen Stellplatz zu bekommen besteht nicht. Gerade mal 12 Einheiten, uns mitgerechnet, zählen wir. Von Stammgästen haben wir erfahren, dass auch in der Hochsaison immer genug Platz vorhanden ist. Das gilt auch für die Apartdemants.
Deutsche, Polen, Tschechen, Bulgaren, Italiener, Holländer und ein Amerikaner stehen auf dem Platz. Wir sind die einzigen die Österreich vertreten.

Unser Platz unterm Baum
Das Sanitärhaus von der Einfahrt aus gesehen.

Mittags wechseln wir den Standort. Ein schattiger Platz unter einem großen Baum wurde frei. Schattenplätze sind hier leider Mangelware.
Die Sanitäranlagen entsprechen dem Stand der 1960er Jahren. Bei den Türen fehlen zum Teil die Beschläge, versperrt werden sie mit Hacken.
Toiletten sind sauber, es gibt WC Papier und sogar Duftsteine sind vorhanden.
Die Duschen sind nur seitlich abgetrennt, an sonst offen. Wem kümmert es. Wir sind auf einem FKK Platz
Warmwasser ist reichlich vorhanden. Wobei der Begriff Warmwasser hier eine ganz andere Dimension hat.
Wir hatten bis jetzt noch auf keinem Campingplatz derartig heißes Wasser.
Keine Ahnung welche Energie hier verschwendet wird um das Wasser zum kochen zu bringen, aber davon ist auf jeden Fall reichlich vorhanden. Mit den Duschen kann man sich rund um die Uhr verbrühen.
Links der kleine Laden, rechts die Rezeption.
Das Sanitärhaus von der Nähe.

Die Duschen

Ein kleiner Laden neben der Rezeption bietet alles für den täglichen Gebrauch.
Was man hier nicht bekommt, besorgt man sich in Ulcinj. 2 mal täglich fährt ein Bus von hier in die Stadt. Preis 2,50 Euro je Richtung.
Will man nicht zu einer vorgegebenen Zeit fahren, ruft man sich ein Taxi. 15 Euro für die ca. 15 Kilometer in die Stadt.
Als wir zum Markt (immer Dienstag und Freitag) fahren wollten und den Mann an der Rezeption baten uns ein Taxi zu rufen, meinte er, wenn wir nicht warten wollen, könnte uns auch ein Mitarbeiter fahren.
Gesagt getan. Ein Mitarbeiter brachte uns mit seinem neuen VW Golf in die Stadt. Als Preis wurde der Taxipreis vereinbart.

Ulcinj
Kann man schon fast als Großstadt bezeichnen. Hier bekommt man alles. Unzählige Geschäfte, kleine Läden, Gasthäuser und Pubs.



Bilder von Ulcinj

Hier wird an jeder Ecke gebaut und repariert. Neue Gehsteige angelegt, Wege neu gepflastert, Häuser renoviert.
Wenn wir sagen „Hier bekommt man alles“ so stimmt das nicht ganz. Was man hier nicht bekommt, ist einen Parkplatz. Hier mit dem WoMo reinzufahren, würden wir uns zweimal überlegen.

Wir laufen kreuz und quer durch die Straßen der Stadt. Ich das Netbook in der Hand um freies W-Lan aufzustöbern. Aber ganz so rückständig sind sie dann doch nicht, die Montenegriner. W-Lan gibt es genug, aber alles verschlüsselt. 🙁

Als wir vor einem Handyshop stehen, kommt ein junger Mann von der anderen Straßenseite angesaust und fragt uns, wie er helfen könne.
Ich erklärte ihm, dass ich erfolglos nach freiem W-Lan suche.
Er meinte hier sollte es aber gehen. Ein Mieter über ihm, habe offenes Netz.
Wir sollen zu ihm ins Geschäft kommen und es mal da probieren. Kaum waren wir drinnen, bot er uns sofort was zum trinken an, und entschuldigte sich dabei, das er nur Wasser im Geschäft habe.
Als wir dankend annahmen, öffnete er eine neue Flasche Mineralwasser füllte damit zwei neue Becher und reicht uns diese. Ein Service, dem man in Österreich nicht finden wird.

Da das freie Netzwerk aber auch hier nicht verfügbar war, fragte ich nach einem USB W-Lan Stick. Hat er leider nicht. Er konnte uns aber den Weg zu einem T-Mobile Shop zeigen, wo wir diesen Stick dann auch bekamen. Wir klapperten noch ein paar Geschäfte ab schauten uns am Markt um und als wir endlich soviel gekauft hatten, dass wir es nicht mehr tragen konnten, fuhren wir mit dem Taxi zurück.


Der Markt

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