Rumänien 2016 (2)

GPS Daten:

9

Fotos:

160

Geocaches:

12

Videos:

2

Archäologische Ausgrabung in Moigrad-Porolissum

Mo. 23.05.2016

An dem Morgen hatte Corinna gewaltiges Pech. Sie hat sich den Ischias Nerv geklemmt und konnte nicht mehr auf den linken Fuß steigen.

Durch Übungen und ein paar Schmerztabletten schaffte sie es gerade mal sich humpelnd zu bewegen. An eine Besichtigung der Ausgrabung war nicht zu denken. Also Besichtigten Eico und ich die Anlagen. Diese wird gerade renoviert gleicht mehr einen Baustelle als einer Ausgrabung.

Unser Schlafplatz

Wenn die Ausgrabungsstätte fertig restauriert ist, sicher schön zu besichtigen. 

Da dass mit dem Ischias Nerv nicht Lustig war, kontaktierten wir unseren Hausarzt. Er konnte uns auch nur zu den Übungen raten und ein Medikament gegen die Schmerzen nennen. Also bei der nächsten Apotheke halt gemacht und die Pillen gekauft. Medikamente die man bei uns ohne Rezept nie bekommen würde bekamen wir ohne Beanstandung und noch dazu Günstiger als bei uns die Rezeptgebühr!!

Zum Glück war als nächster Punkt auf unserem Programm Ruhen angesagt.

Nächstes Ziel Lacul Tarnita.

Gegen 13 Uhr erreichten wir unser nächstes Ziel. Es war eine schöne Wiese am Ende eines Stausees. Leider hatte die Taverne unweit von unserem neuen Stellplatz geschlossen. Wollten da gemütlich essen gehen. Also war selber kochen (grillen) angesagt.

Hat da schon wer Hunger? Eico wartet schon gespannt auf sein Essen. 🙂

Unser Essen ist auch gleich fertig.
Für uns gibt es gegrilltes Bauchfleisch und Schopf dazu Gurkensalat und Most aus dem Mostviertel. 🙂
Für Eico gibt es frisches Faschiertes vom Grill, was will Hund mehr.

Eine Eidechse kommt zu Besuch. Algen modern hier vor sich hin. Eico geht wieder einmal schwimmen. Das der Platz überfüllt ist können wir nicht behaupten. 

Wir verbringen eine ruhige Nacht und werden am Morgen vom Vogelgezwitscher geweckt. Zuerst wieder eine Runde mit Eico dann Frühstück. 10 Eier mit Speck.

Der Hund bekommt 3 Eier, ebenso Corinna. Ich darf mir 4 Eier einverleiben. Steht mir als Koch auch zu. 🙂

Dazu gibt es herrliches Wetter. Camperherz was willst du mehr.

Aber Camper Urlaub besteht nicht nur aus futtern und faul herumsitzen.

Bei der Fahrt zum See hat sich bei meinem Sitz eine Schraube gelöst. Damit ich das fiese Stück wieder zu greifen bekam musste ich zuerst den Sitz komplett ausbauen. 🙁

Aber die Arbeit war schnell erledigt und man(n) konnte sich wieder dem Nichtstun widmen.

 

Wenn wir im Urlaub sind, interessiert uns weder Radio noch TV. Diesmal standen wir via Facebook mit ein paar Freunden in Kontakt, welche auch in Rumänien unterwegs waren. So erfuhren wir, das sich eine Schlechtwetterfront näherte, welche für 2 Tage anhalten sollte.

 

Di. 24.05.2016

Auf Grund der Infos über das Wetter beschlossen wir etwas früher als geplant diesen gemütlichen Platz zu verlassen. Entlang des Sees lagen ein paar Geocache, welche wir mitnahmen und so ein paar schöne Aussichtspunkte fanden.

Der Himmel färbt sich schon schwarz und Donnergrollen ist zu vernehmen. Also gerade noch rechtzeitig abgefahren. Unser nächstes Ziel ist die Cheile Turzii eine Schlucht in der Nähe von Turda

Kurz nach 12 Uhr erreichten wir die Schlucht. In diversen Reiseführern wir dazu geraten den unteren Parkplatz nur mit guten Reifen und starkem Motor anzufahren. Diese Angaben sind überholt. Mittlerweile ist hier eine gut zu befahrende Asphaltstraße, die auch von großen Autobussen ohne Probleme befahren wird. Wir ziehen uns die Wanderschuhe an und los geht es.

Vor uns bellt ein Hund. Eico lugt mal vorsichtig um die Ecke um zu sehen was da auf uns zukommt. Es bestand keine Gefahr. Ein deutsches Ehepaar kam mit einem lieben Husky. Der Mann erzählte uns, dass für 13 Uhr Unwetter angesagt sind. Ein Blick auf die Uhr, es ist genau 13 Uhr. Wir sollten lieber umkehren. Ein Blick auf den Himmel und wir beschlossen es zu riskieren und gingen weiter.

Bis jetzt hat das Wetter gehalten. Es sind zwar ein paar dunkle Wolken am Himmel, sehen aber nicht wirklich bedrohlich aus, zudem ist das Ende der Schlucht bereits in Sichtweite.

Auch auf dem Rückweg gab es keine Wetterbedingten Probleme. Es hat zwar mal angefangen ganz leicht zu Regnen, aber da waren wir gerade vom dichten Blätterdach des Waldes geschützt. Am Anfang der Schlucht genehmigte sich Eico nochmals ein Bad. Er kann es einfach nicht lassen. Alte Wasserratte. 🙂

Beim Parkplatz gab es etliche Verkaufsstände, unter anderem eine Grillbude. Wir kauften uns ein paar gegrillte irgendwas, was aber gut schmeckte.

Weil der Tag noch jung war, fuhren wir unser nächstes Ziel an. Rapa Rosie.

Zuerst haben wir uns da verfahren, beziehungsweise haben uns veraltete Koordinaten in die Irre geleitet. Die Zufahrt zu der Sehenswürdigkeit wurde uns durch die neue Autobahn versperrt. Die neue “Zufahrt” war sehr abenteuerlich.  Es war eigentlich nur ein Weg über einen Acker. Vielleicht auch deswegen das komische Schild.  

Wo sollen wir jetzt bitte einen 4X4 hernehmen. Aber Mut kann bekanntlich nicht kaufen, also weiter gefahren. Es ist ja (noch) trocken.

Bis rund 500 Meter kann ich zu dem Naturwunder fahren, den Rest werde ich laufen. Corinna kann wegen ihrem Ischias Nerv das Ganze nur von der Ferne betrachten.

Ist schon ein Wahnsinn  was die Natur hier nur durch Erosion geschaffen hat. Ich bewunderte diese Schönheit und machte mich dann wieder auf den Rückweg zum WoMo. Eile war angesagt, der Himmel wurde immer dunkler. Es würde nicht mehr lange dauern und es würde regnen. Bei dieser “Zufahrtsstraße” wäre das kein Spaß gewesen.

Kurz nach 18 Uhr erreichten wir wieder die Autobahn und gleich darauf fing es an zu regnen und zwar heftig. Die Lehmpiste bei Rapa Rosie wäre für uns nicht mehr befahrbar gewesen. Nochmal Glück gehabt.

Ein Besuch unserer Freunde in Sibiulu war als nächstes angesagt. Soll eine Überraschung werden. Wir werden erst für Donnerstag erwartet, aber das aufziehende schlechte Wetter veranlasste uns zu einer Planänderung.

Kurz vor 20 Uhr waren wir am Ziel. Das heißt nicht ganz. Wir hatten die Ortschaft gefunden, aber noch nicht unsere Freunde. Der Stellplatz an dem sie stehen, gehört einem Pfarrer und ist ca. 1,5 Km vom Heilbad entfernt. Das Heilbad war gleich gefunden. Aber der Stellplatz. Wir folgerten, Pfarrer gehört zu Kirche, also zur Kirche fahren. Das war aber wiederum nicht ganz so einfach. Es gab in dieser Stadt gleich 5 Kirchen. Auf gut Glück eine angefahren. Circa 80 Meter vor der Kirche trafen wir auf einen Radfahrer. Als ich ihn ansprach und fragte ob er deutsch versteht, bekam ich zur Antwort, “Auf euch warten wir schon” 🙂  Hatten wir nicht nur die Richtige Kirche anvisiert , sondern auch gleich unser neues Forumsmitglied “Kaiser Franz” kennengelernt. 🙂

Dann kam auch schon Rudi mit dem Rad angerauscht und es folgte eine herzliche Begrüßung und wir bezogen gleich unseren Platz.

Unser neuer Stellplatz für ein paar Tage. Bis spät in die Nacht standen wir zusammen und unterhielten uns gemütlich.

Mittwoch. 25.05.2016

Am Morgen machte ich mit Eico eine Runde. Die Hauptstraße war schon schlimm, aber die Nebenstraßen waren eine Katastrophe.

Dann gab es jede Menge Platz für Eico um zu laufen.

Nach dem Frühstück musste ich mit dem WoMo nochmals den Garten verlassen um ein deutsches WoMo hinter mir die Abfahrt zu ermöglichen. Als ich dann wieder verkehrt in den Garten schob, passierte ein Malheur.  Ich kam eine Spur zu weit nach rechts und schlitzte mir bei einem Eisengitter den Reifen auf. Also ran an die Arbeit. WoMo aufheben Rad runter Reserve Rad rauf. Dank der tatkräftigen Unterstützung meiner Freunde war der Schaden schnell behoben.

Ein kurzer Regenschauer machte das Ganze noch etwas spannender. 🙂

Ein Schnitt, innen an der Seitenwand. Der Reifen ist zum Entsorgen.

Glück im Unglück muss man haben. Keine 150 Meter entfernt  war ein Reifenhändler. Wir brachten ihm den Reifen und bestellten einen neuen. Am nächsten Tag ab 10 Uhr ist alles wieder fertig. Kosten für einen 15 Zoll C Reifen inklusive Montage und Trinkgeld 50 Euro. 🙂

Gleich Visasvis vom Reifenhändler war auch der Wirt welchen wir besuchen wollten, was für ein Glück. 🙂 Es wurde gleich das Mittagessen bestellt und die lustige Runde blieb bis zum Abend sitzen.

Donnerstag 26.05.2016

Da der Vortag etwas ansträngend war, ließen wir es etwas gemütlicher angehen. Den Reifen abgeholt und gleich zu Mittag gegessen. Gute Suppe und gegrilltes. Heute alles ohne Alkohol, wir wollen nach dem Essen weiter fahren.

Nachdem das Reserverad wieder an seinem Platz war, besichtigten wir die Stellplatz eigene Kirche.

Ein wahres Schmuckstück

Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden und machten uns wieder auf den Weg. Es geht in Richtung Transalpina. Auf dem Weg dorthin gab es vor uns ein gewaltiges Unwetter. Wir hatten Glück das wir da nicht rein geraten sind. Die Straße war stellenweise vermurt und schwer passierbar.

Als wir das bewaldete Stück der Transalpina fuhren, sahen wir schon gelegentlich das “felsige” Stück der Transalpina und das verhieß nichts Gutes.

Man sah da noch überall Schnee. Das gefiel uns nicht.

Unser ungutes Gefühl sollte sich bewahrheiten. Als wir an der Kreuzung zum “felsigen” Teil der Straße kamen, war dies gesperrt. Sie wird erst ab 1 Juni freigegeben.

Wir brauchten jetzt zwei Dinge. Sprit und einen Schlafplatz. Die nächste größere Ortschaft war Petrosani  14 Kilometer entfernt. Für diese 14 Kilometer brauchten wir fast 1 Stunde!! Die Straße war komplett aufgegraben und da waren Löcher, darin hätte man einen PKW verstecken können. Ein paar Holzfäller und ein Fahrer eines Holz LKWs rissen Mund und Augen auf, als sie uns sahen.

Mühselig kämpften wir uns über den Berg. Unten im Tal war die Straße wieder etwas besser.

 Nach dem Tanken mussten wir wieder den Berg mit der kaputten Straße hoch. Wir wollten zu einem See. Also wieder diese unsagbar schlechte Straße befahren. Es wurde schon spät. Wir wollten nicht mehr fahren. Also einen Platz für eine Nacht gesucht. Bei einen kleinem Bach wurden wir fündig.

Unser Übernachtungsplatz

Freitag 27.05.2016

In totaler Abgeschiedenheit verbrachten wir eine angenehm ruhige Nacht.

Nach dem Frühstück ging ich mit Eico eine Runde.
In totaler Abgeschiedenheit, wirklich? Als ich mit Eico die Forststraße einen guten Kilometer hoch ging, wurde ich eines Besseren belehrt. Nix mit totaler Abgeschiedenheit. Da hatten es sich ein rumänisches Pärchen im Zelt gemütlich gemacht und der “Lärm” den sie machten, ließ daraus schließen, das sie eben bei der “Bettgymnastik” waren, oder heißt das in dem Fall “Zeltgymnastik”?  🙂  Also Rückzug um nicht zu stören. 🙂

Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir nun zum See. Wir fanden ein Hinweisschild für ein Camp. Nach dem Schild zu urteilen bot das Camp alles was wir suchten, also sehen wir uns das an.

Gleich vorweg. Sollte jemand von euch die Tafel auch mal zu sehen bekommen, es lohnt sich absolut nicht den Hinweisschildern zu folgen. Die Anlage ist, nicht wie vermutet am See, sondern oben am Berg und dürfte aus der Ceausescu – Zeit stammen. Zuerst sahen wir die damaligen Luxus Apartments.

Da ist sicher immer ein Zimmer frei. Als wir bei dem Camp waren, wurden wir gleich von vier großen Hunden überfallen. Sie umkreisten unser WoMo und wir hatten nicht vor mit Eico hier auszusteigen. Um von hier zum See zu gelangen um schwimmen oder fischen zu gehen, muss man mit ca. 15 Minuten Fußmarsch einplanen. Das ist nichts für uns. Da gibt es bessere Plätze.

Einen dieser Plätze fanden wir dann auch gleich

Eico ist ein richtiger “Urlaubshund” kaum sind wir wo angekommen erkundet er die Gegend. Anschließend wälzt er sich am Rücken, strampelt mit den Füßen und jault dabei. Das macht er Zuhause so gut wie nie. Es macht ihm richtig Spaß, er weiß ja, das wir den ganzen Tag für ihn Zeit haben.

Ein Blick aus unserer Haustür.

Ein kleiner Wasserfall lud zum Duschen ein. Aber wir sind hier auf 1300 Meter Sh. und obwohl ich alles andere als ein Warmduscher bin, war mir das Wasser doch um etliche Grad zu kalt zum duschen.

Nachdem der Platz erkundet war, wieder eine Feuerstelle errichtet und für das Mittagessen gesorgt.

Als Grillplatte dient der Deckel vom *Dutch oven.  Grillkotelett mit Pfannengemüse und Krautsalat. Camperherz was willst du mehr.

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag, mit spazieren gehen und relaxen. Eico ging baden, der ist da etwas härter im nehmen, uns war das Wasser eindeutig zu kalt. Am Abend kamen vier junge Polen auf den Platz und bauten ihre Zelte auf. Mit einem konnte ich mich auf Englisch unterhalten. Auch sie wollten die Transalpina fahren und wurden enttäuscht. Sind sie mit ihrem Skoda die weite Strecke gefahren um die schöne Passstraße zu sehen und mussten nun auch zurück ohne sie befahren zu können.

Mit einer guten Flasche Rotwein ließen wir den Tag ausklingen.

Samstag 28.05.2016

Spiegeleier mit gebratenem Speck, da beginnt der Tag schon mal gut. 🙂 Nach dem Frühstück wurde gearbeitet. Wäsche waschen war angesagt.

Kaum mit der Arbeit fertig ging es auch schon wieder ans Kochen. Heute gegrillter Schopf dazu Gurkensalat und Käferbohnen mit Steirischem Kernöl.

Da wir es ja nie lange an einem Platz aushalten, beschlossen wir nach dem Mittagessen wieder weiter zu fahren. Über das bewaldete Stück der Transalpina ging es Richtung eines Sees, welchen ich in einem Reiseführer gefunden habe. Warum man den See in einem Reiseführer erwähnt ist uns ein Rätsel. Mal davon abgesehen, dass der Zufluß des Sees gleichzeitig der Ablauf einer Kläranlage war und diese Kläranlage alles andere als gut funktionierte, ist  der Platz auch eine Deponie für Bauschutt. Also alles andere als eine Augenweide.

An dieser Stelle des Sees ist das schwimmen verboten, würde auch nicht wirklich Spaß machen, wenn man darin Toilettenpapier schwimmen sieht. 🙁

Mangels einer Alternative blieben wir hier über Nacht stehen. Empfehlen würde ich diesen Platz nicht.

Kommentare, Fragen, Anregungen, … nur auf der dazu gehörigen Facebook Seite.