Rumänien 2016 (3)

Die Waldbahn
Sonntag 22.05.2016

Am Morgen machte ich mit Eico noch eine Runde am Bahngelände.
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Sollte das unser Gefährt ins Wassertal sein?
Hoffentlich nicht. 🙂
Weiter hinten am Bahngelände sah ich dann die verschiedensten Waggons welche noch immer auf der Bahnstrecke zum Einsatz kommen. Holz, Heu, Bretter ja ganze Fahrzeuge werden noch mit der Bahn transportiert.
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Es gibt aber auch jede Menge Fahrzeuge die nicht mit Dampf sondern mit Dieselmotoren angetrieben werden und zur Versorgung und Reparatur der Bahnstrecke sowie zum Transport von Arbeitern eingesetzt werden. Das der unten abgebildete Bus wirklich mit der Sonne fährt, bezweifle ich stark.
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Hinter den Bahnhallen, für den normalen Zugreisenden nicht sichtbar, befindet sich das „Ersatzteillager“ der Bahn sowie den dafür benötigen Maschinen und Gerätschaften für die Holzbringung.
RO_16_056RO_16_054Dann entdeckten wir die Dampfrösser. Sie standen schon fast betriebsbereit hinter einer Halle. Eico war das Zischen und Fauchen der Lokomotiven nicht ganz geheuer und er bellte sie wie wild an, was wiederum den Mechaniker weniger begeisterte.
RO_16_068RO_16_067RO_16_066RO_16_060RO_16_058Der nahe Fluss zog Eico wieder magisch an und er musste unbedingt das Wasser probieren. 🙂

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Dann noch ein Foto von einem neuen und einem alten Transportmittel
RO_16_065Der Stellplatz am Bahnhof.

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Ab 8 Uhr kann man die Fahrkarten kaufen.
Wir haben uns für das „Mocanita Spezial“ mit Sitzplatz im reservierten Waggon entschieden.
Preis: 86 Lei ~19 € (Preis ändert sich je nach Saison bis 95 Lei ~21 €)
Bei dem Preis gibt es zu der Fahrkarte noch einen Grillteller, Getränk, Kaffee und Süßgebäck. Normalerweise sollte man dieses Spezial am Vorabend bis 20 Uhr buchen. In unserem Fall war das aber auch am Morgen kein Problem.

Infos zur Bahn:
Offizielle Homepage: Waldbahn

Seit 1932 verkehrt die Bahn durch das Wassertal auf einer Strecke von knapp 43 Kilometer bis an die ukrainische Grenze. Sie wird von Dampflokomotiven angetrieben und ist eine der letzten Schmalspurbahnen weltweit.

Von Montag bis Samstag fahren die regulären Züge, bis 2006 kamen Dampflokomotiven heute hauptsächlich mit Diesel betriebene Züge zum Einsatz. Die Züge bringen das gefällte Holz Talwärts zu den Sägewerken und die Holzarbeiter hinauf in die Wälder. Da keine Forststraßen vorhanden sind, werden schweres Gerät ebenso wie Weidevieh mit der Bahn transportiert.
Für den Betrieb eines Zuges werden 9 Mitarbeiter benötigt.
2 Lokomotivführer , 1 Zugchef, 1 Techniker, 5 Bremser.

Der Touristenzug befährt ungefähr die Hälfte der Strecke bis zum Bahnhof Paltin in der Schlucht des Vaser, wo ein Picknickplatz und eine Grillstation für die Fahrgäste errichtet wurden. Die Züge fahren in der Regel nur mit Geschwindigkeiten von durchschnittlich 10 km/h. Die knapp 19 km lange Fahrt von Viseu de Sus bis zum Picknickplatz dauert ungefähr zwei Stunden. Nach einem Picknick geht es wieder zurück. Gesamte Dauer des Ausfluges ca. 5,5 Std.

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RO_16_075RO_16_076Nach kurzer Fahrt der erste Halt. Bei einem ABC Markt kann man sich schnell noch mit Getränken und anderem eindecken. Unser Lokführer mach gleich mal Gebrauch davon.

RO_16_077Die zwei charmanten Damen sind Zugbegleiter und informieren die Gäste über die Bahn. Aber leider sprechen sie kein englisch und natürlich auch kein deutsch. 🙁

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RO_16_091 RO_16_093 RO_16_094 RO_16_095 RO_16_096Unser Abteil, sogar mit Ofen.RO_16_097 RO_16_098 RO_16_099 RO_16_100Der Picknickplatz und somit das Ende der Fahrt ist erreicht.

RO_16_101 RO_16_102Das Essen war im Fahrpreis inbegriffen und schmeckte ausgezeichnet.

2 Stück Kotelett 2 Würstchen Salat und Brötchen sowie ein Getränk waren unser Mittagessen. Nach einer Pause von rund 60 Minuten ging es wieder zurück. Um 14 Uhr 30 erreichten wir wieder den Bahnhof.

Nachdem wir unseren Wassertank aufgefüllt haben, fuhren wir wieder ab.

Es ging zum Kloster Manastirea.

Die Klosteranlage von Barsana wurde in den 1990er Jahren nach der traditionellen Holzbauweise errichtet und gehört zu den schönsten Eichenholzbauten Rumäniens.

Das Kloster von Barsana wurde im Jahr 1390 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Einst zählte die Klosteranlage, das mit vollem Namen Mănăstirea Soborul Sfinților 12 Apostoli (Kloster der Heiligen 12 Apostel) heißt, zu den wichtigsten Klöstern der Maramureș.

Die Klosteranlage wurde 1791 teilweise zerstört und um 1800 vollständig abgetragen.

1989 wurde Entschieden, die Tradition des alten Klosterlebens wieder aufleben zu lassen und ab 1993 entstand die neue Klosteranlage. Das Kloster wurde ganz aus Eichenholz und Flusssteinen von regionalen Handwerkern gebaut. Seit der Neuerbauung dient es als rumänisch-orthodoxes Nonnenkloster.

Durch den Glockenturm betritt man das Kloster. Wie die Holzkirchen der Maramureș hat auch das Kloster die schönen Spitzdächer.

Die Klosterkirche hat eine Höhe von 57 Meter. Der Turm, der ein 500kg schweres Eisenkreuz trägt, lässt die Kirche beinahe klein wirken. Neben der Klosterkirche kann man auch das schöne Wohnhaus der Nonnen, ein kleines Museum mit Souvenirs und kirchlicher Kunst bewundern. Es gibt auch einen nett angelegten Gartenteich samt Holzbrücke. Im Sommeraltar werden bei schönem Wetter Gottesdienste im Freien abgehalten. Einfach Sehenswert!!

RO_16_106RO_16_107Durch diesen Glockenturm betritt man die Klosteranlage.

RO_16_126RO_16_108Überall kann man diese schönen Kreuze sehen.

RO_16_110 RO_16_111 RO_16_112 RO_16_113 RO_16_114 RO_16_115Der schön angelegte Gartenteich

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RO_16_129Der Sommeraltar.

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RO_16_141Nach dem kühlem Eis setzten wir unsere Reise fort. Unser nächstes Ziel war Surdesti. Dort steht eine schöne UNESCO Holzkirche. Die Kirche Biserica de lemn Sf. Arhangheli Mihail si Gavril.

RO_16_105Auf dem Weg trafen wir auch auf jede Menge „Fußgänger“

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