Rumänien 2016 (5)

Lacul Tarnita
Dienstag 24.05.2016

Wir verbringen eine ruhige Nacht und werden am Morgen vom Vogelgezwitscher geweckt. Zuerst wieder eine Runde mit Eico dann Frühstück.

RO_16_17910 Eier mit Speck. Der Hund bekommt 3 Eier, ebenso Corinna. Ich darf mir 4 Eier einverleiben. Steht mir als Koch auch zu. 🙂  Dazu gibt es herrliches Wetter. Camperherz was willst du mehr.

Aber Camper Urlaub besteht nicht nur aus futtern und faul herum sitzen. Bei der Fahrt zum See hat sich bei meinem Sitz eine Schraube gelöst. Damit ich das fiese Stück wieder zu greifen bekam musste ich zuerst den Sitz komplett ausbauen 🙁RO_16_180 RO_16_181Aber die Arbeit war schnell erledigt und man(n) konnte sich wieder dem Nichtstun widmen.

Wenn wir im Urlaub sind, interessiert uns weder Radio noch TV. Diesmal standen wir via Facebook mit ein paar Freunden in Kontakt, welche auch in Rumänien unterwegs waren. So erfuhren wir, das sich eine Schlechtwetterfront näherte, welche für 2 Tage anhalten sollte. Auf Grund der Infos über das Wetter beschlossen wir etwas früher als geplant diesen gemütlichen Platz zu verlassen. Entlang des Sees lagen ein paar Geocache, welche wir mitnahmen und so ein paar schöne Aussichtspunkte fanden.

RO_16_183 RO_16_182Der Himmel färbt sich schon schwarz und Donnergrollen ist zu vernehmen. Also gerade noch rechtzeitig abgefahren. Unser nächstes Ziel ist die Cheile Turzii eine Schlucht in der Nähe von Turda RO_16_184Kurz nach 12 Uhr erreichten wir die Schlucht. In diversen Reiseführern wir dazu geraten den unteren Parkplatz nur mit guten Reifen und starkem Motor anzufahren. Diese Angaben sind überholt. Mittlerweile ist hier eine gut zu befahrende Asphaltstraße die auch von großen Autobussen ohne Probleme befahren wird.
Wir ziehen uns die Wanderschuhe an und los geht es.

RO_16_185 RO_16_186RO_16_188RO_16_187 RO_16_189 RO_16_190 RO_16_191Vor uns bellt ein Hund. Eico lugt mal vorsichtig um die Ecke um zu sehen was da auf uns zukommt.

Es bestand keine Gefahr. Ein deutsches Ehepaar kam mit einem lieben Husky. Der Mann erzählte uns, dass für 13 Uhr Unwetter angesagt sind. Ein Blick auf die Uhr, es ist genau 13 Uhr. Wir sollten lieber umkehren. Ein Blick auf den Himmel und wir beschlossen es zu riskieren und gingen weiter.

RO_16_192So schlimm schaut der Himmel nicht aus.

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RO_16_234RO_16_233RO_16_232Auch auf dem Rückweg gab es keine Wetter bedingten Probleme. Es hat zwar mal angefangen ganz leicht zu Regnen, aber da waren wir gerade vom dichten Blätterdach des Waldes geschützt. Am Anfang der Schlucht genehmigte sich Eico nochmals ein Bad. Er kann es einfach nicht lassen. Alte Wasserratte.

RO_16_235Beim Parkplatz gab es etliche Verkaufsstände und eine Grillbude. Wir kauften uns ein paar gegrillte irgendwas, was aber gut schmeckte.

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Weil der Tag noch jung war, fuhren wir unser nächstes Ziel an. Die Rapa Rosie.

Zuerst haben wir uns da verfahren, beziehungsweise haben uns veraltete Koordinaten in die Irre geleitet. Die Zufahrt zu der Sehenswürdigkeit wurde uns durch die neue Autobahn versperrt. Die neue „Zufahrt“ war sehr abenteuerlich.  Es war eigentlich nur ein Weg über einen Acker. Vielleicht auch deswegen das komische Schild.RO_16_243Wo sollen wir jetzt bitte einen 4X4 hernehmen. Aber Mut kann bekanntlich nicht kaufen, also weiter gefahren. Es ist ja (noch) trocken.
Bis rund 500 Meter kann ich zu dem Naturwunder fahren, den Rest werde ich laufen. Corinna kann wegen ihrem Ischias Nerv das Ganze nur von der Ferne betrachten.

RO_16_237 RO_16_238 RO_16_239 RO_16_240 RO_16_241 RO_16_242Ist schon ein Wahnsinn  was die Natur hier nur durch Erosion geschaffen hat. Ich bewunderte diese Schönheit und machte mich dann wieder auf den Rückweg zum WoMo. Eile war angesagt, der Himmel wurde immer dunkler. Es würde nicht mehr lange dauern und es würde regnen. Bei dieser „Zufahrtsstraße“ wäre das kein Spaß gewesen.

Hier ein Video von der Dashcam von der Zufahrtsstraße. (13 min)

Kurz nach 18 Uhr erreichten wir wieder die Autobahn und gleich darauf fing es an zu regnen und zwar heftig. Die Lehmpiste bei Rapa Rosie wäre für uns nicht mehr befahrbar gewesen. Nochmal Glück gehabt.

Ein Besuch unserer Freunde in Sibiulu war als nächstes angesagt. Soll eine Überraschung werden. Wir werden erst für Donnerstag erwartet, aber das aufziehende schlechte Wetter veranlasste uns zu einer Planänderung.

Kurz vor 20 Uhr waren wir am Ziel. Das heißt nicht ganz. Wir hatten die Ortschaft gefunden, aber noch nicht unsere Freunde. Der Stellplatz an dem sie stehen, gehört einem Pfarrer und ist ca. 1,5 Km vom Heilbad entfernt. Das Heilbad war gleich gefunden. Aber der Stellplatz. Wir folgerten, Pfarrer gehört zu Kirche, also zur Kirche fahren. Das war aber wiederum nicht ganz so einfach. Es gab in dieser Stadt gleich 5 Kirchen. Auf gut Glück eine angefahren. Circa 80 Meter vor der Kirche trafen wir auf einen Radfahrer. Als ich ihn ansprach und fragte ob er deutsch versteht, bekam ich zur Antwort, „Auf euch warten wir schon“ J  Hatten wir nicht nur die Richtige Kirche anvisiert , sondern auch gleich unser neues Forumsmitglied „Kaiser Franz“ kennengelernt. 🙂

Dann kam auch schon Rudi mit dem Rad angerauscht und es folgte eine herzliche Begrüßung und wir bezogen gleich unseren Platz.

RO_16_248Die Einfahrt zum Stellplatz RO_16_244Wir stehen schon am Platz. RO_16_245Blick zum Einfahrtstor.

Bis spät in die Nacht standen wir zusammen und unterhielten uns gemütlich.

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